Analyst: Europa hat „irrational“ viele Automarken und Produktionskapazitäten

Ellinghorst: Wir machen uns ernsthaft Sorgen um PSA

 Nach Ansicht des Analysten Arndt Ellinghorst gibt es in der europäischen Automobilindustrie neben zu hohen Kapazitäten auch eine „irrational hohe Zahl“ von Automarken. „Das erzeugt einen ruinösen Wettbewerb. Deshalb ist eine Konsolidierung der Markenlandschaft mindestens so wichtig wie eine dauerhafte Reduzierung der Kapazitäten“, sagte der Analyst im Gespräch mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Er fügte hinzu: „In Amerika gab es diesen großen Schnitt, der vom Staat initiiert wurde. Europa ist da leider nicht handlungsfähig, wie es scheint.“

Besonders prekär sei die Lage nach Ellinghorsts Meinung für den französischen Autohersteller PSA. Die Konzernmutter von Peugeot und Citroen drückten derzeit Nettoschulden von geschätzten drei Milliarden Euro: „Falls keine Markterholung kommt oder größere weitere Verkaufserlöse hereinkommen, könnte es eng werden. Auf Dauer machen wir uns ernsthaft Sorgen.“ Ellinghorst bezweifelte, dass die letzte Kapitalerhöhung in Höhe von einer Milliarde Euro im Frühjahr bei PSA ausreichend sei: „Das ist im Zweifel aber die Cash-Burn-Rate eines einzigen Quartals.“

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