Audi reduziert Zahl seiner Händler

Audi will sein deutsches Händlernetz straffen und die Zahl der Betriebe reduzieren. „Der Weg in die Zukunft ist die Konsolidierung“, sagte Deutschland-Vertriebschef Wayne Griffiths der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche.

„Konsolidierung wird auf die Unternehmen zukommen, aber nicht auf die Standorte. Da sind wir gut aufgestellt.“ Audi verfügt in Deutschland über 440 Standorte und 330 Vertragspartner. Zum angepeilten Umfang der Betriebsverringerung wollte sich Griffiths nicht äußern. „Das ist abhängig von Standort und Verkaufsgebiet. Aber sicher wird es immer schwieriger werden, mit nur 100 Neuwagen pro Jahr auszukommen.“ Von der Automobilwoche befragte Audi-Händler erwarten, dass das Unternehmen die Zahl seiner Vertragspartner auf ein Drittel senken könnte. Audi hatte solche Zahlen stets als Spekulation bezeichnet und betont, dass es keine Kündigungen geben werde.

Die Konsolidierung will Audi aktiv begleiten. Man stehe im Gespräch mit verschiedenen Partnern, um sie zu einer Neuaufstellung zu bewegen, sagte der Vertriebschef. Diese könne je nach Region unterschiedlich aussehen, werde aber am Ende zu größeren Betriebseinheiten führen müssen. „Es geht uns darum, dass unsere Handelspartner stabil und profitabel aufgestellt sind.“

Die Entwicklung zu größeren Händlerbetrieben wird vor allem durch den Trend zu immer aufwendigeren Autohäusern und die Ausweitung der Modellpalette angetrieben. Zudem müssen Vertriebspartner auch in die Wartung von Assistenzsystemen sowie in neue Technologien wie Elektromobilität investieren.

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