Audi-Chef Stadler: 2010 neue Absatz-Bestmarke

Zugleich bekräftigte Stadler die ehrgeizigen Ziele des Ingolstädter Autobauers: „Audi wird erfolgreich weiter wachsen. An unseren Verkaufszahlen sehen Sie eindeutig, dass wir den Abstand zur Konkurrenz auch in schwierigen Zeiten deutlich verringert haben.“

Auch auf ausländischen Märkten strebt Audi neue Absatzrekorde an: „Es gibt viel Potenzial für uns in den USA. Wir gehen davon aus, dass wir dort in diesem Jahr die Hunderttausend-Einheiten-Marke durchbrechen werden“, prognostizierte der Konzernchef. Langfristig seien sogar 200.000 Einheiten machbar.
In China, wo Audi ohnehin stark sei, solle die Modellpalette weiter deutlich ausgeweitet werden. „Spätestens in drei bis fünf Jahren wollen wir die Grenze von 300.000 Einheiten knacken“, betonte Stadler. „Wir könnten in China derzeit sicher noch mehr Autos verkaufen, wenn wir die Kapazitäten aktuell hätten.“ Daher werde intensiv am Ausbau der Produktionsmöglichkeiten in Asien gearbeitet, die entsprechenden Entscheidungen dazu sollen in Kürze fallen.

In technischer Hinsicht wolle Audi ebenfalls weiter zulegen, kündigte Stadler an: „Wir wollen bis Jahresende 50 Modelle mit dem kraftstoffsparenden Start-Stopp-System inklusive Bremsrekuperation ausrüsten“. Damit sei die Volkswagen-Tochter führend. Zugleich verwies der Manager darauf, dass Audi auch gegenwärtig schon bei verbrauch- und schadstoffarmen Modellen gut aufgestellt sei: „Wir haben unter anderem jetzt schon einen A1 1.6 TDI mit 99 g/km CO2 (3,8l Verbrauch) auf dem Markt, einen A4 2.0 TDI mit 119 g/km (4,6l Verbrauch), einen A8 3.0 TDI mit 159 g/km (6,0l Verbrauch) und einen TT TDI mit 139 g/km (5,3l Verbrauch).“

Audi will 2015 zum erfolgreichsten Premiumhersteller der Welt aufsteigen, unter anderen bei der Kundenzufriedenheit, als beliebtester Arbeitgeber und als Technologieführer. In fünf Jahren will die Marke 42 Modellvarianten (aktuell 35) anbieten. 2020 sollen fünf Prozent aller Modelle elektrisch betrieben sein.
Beim weltweiten Absatz wird die VW-Tochter mit geplanten 1,5 Millionen Autos im Jahr 2015 (Ziel 2012: 1,3 Millionen) voraussichtlich nicht an der Spitze liegen: Daimler spricht zwar auch von 1,5 Millionen Pkw in 2015, Konkurrent BMW peilt aber bereits für 2012 einen Verkauf von 1,6 Millionen Fahrzeugen an.

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