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01Nov/09

O-Ton + Magazin: Geschwindigkeit im Dunkeln anpassen

Swen Walentowski von der Deutschen Anwaltauskunft:

O-Ton: Das Oberlandesgericht Thüringen sah allerdings die alleinige Schuld, also nicht einmal eine hälftige Teilung o.ä., die alleinige Schuld bei dem Autofahrer. Weil: Man muss mit Hindernissen rechnen. Die Geschwindigkeit muss an die Dunkelheit, an die Lichtverhältnisse angepasst werden – das ist ja auch gerade in der dunklen Jahreszeit ganz besonders wichtig. Ein Autofahrer muss jederzeit mit Hindernissen rechnen! – Länge 17 sec.

Nachzulesen ist der gesamte Fall unter www.anwaltauskunft.de.

Magazin: Geschwindigkeit muss im Dunkeln angepasst werden

In der dunklen Jahreszeit müssen Autofahrer besonders aufmerksam sein. Ein Kraftfahrer muss jederzeit mit Fahrbahnhindernissen rechnen. Wenn er aber schneller als geboten fährt und dann mit einem Hindernis kollidiert, trägt er die alleinige Verantwortung. Hören Sie mal den ganzen Fall.

Beitrag:

Es gibt jetzt Tage, da wird es gar nicht richtig hell. Allerdings: Vor Gericht ist dies als Argument wenig glaubhaft. Doch der Reihe nach:

O-Ton: Der Fahrer eines Leihwagens fuhr bei Dunkelheit in eine Sperrschranke, die zur Absicherung einer Baustelle aufgestellt worden war. Die Mietwagenfirma machte nun geltend, dass die Baustelle zum einen unzureichend ausgeschildert und auch noch schlecht beleuchtet war. Und deshalb wollte sie den Schaden ersetzt bekommen, von demjenigen, der für die Baustelle verantwortlich war. – Länge 21 sec.

… sagt Swen Walentowski von der Deutschen Anwaltauskunft. Doch so einfach wie es sich die Mietwagenfirma vorgestellt hatte, lief das Verfahren nicht. Erst ging es durch mehrere Instanzen, schließlich entschieden die Richter:

O-Ton: Das Oberlandesgericht Thüringen sah allerdings die alleinige Schuld, also nicht einmal eine hälftige Teilung o.ä., die alleinige Schuld bei dem Autofahrer. Weil: Man muss mit Hindernissen rechnen. Die Geschwindigkeit muss an die Dunkelheit, an die Lichtverhältnisse angepasst werden – das ist ja auch gerade in der dunklen Jahreszeit ganz besonders wichtig. Ein Autofahrer muss jederzeit mit Hindernissen rechnen! – Länge 17 sec.

Und deswegen muss er auch jederzeit bremsen können, urteilten die Richter!

O-Ton: SFX

Es gibt allerdings Ausnahmen von dieser Regel. Swen Walentowski:

O-Ton: Das sind zum Beispiel zwischen parkenden Autos hervortretende Fußgänger. Aber man muss mit Baustellen rechnen, man muss an Überwegen mit Fußgängern rechnen. Das sind die Dinge, an die man sich halten sollte. Das Gericht hat auch gesagt, selbst wenn die Schranke gar nicht beleuchtet gewesen wäre, läge bei einer solchen Kollision die Verantwortung allein beim Fahrer. Denn eine solche Schranken ist schon aufgrund ihrer Größe erkennbar und durch die Reststraßenbeleuchtung. – Länge 32 sec.

Nachzulesen ist der gesamte Fall unter www.anwaltauskunft.de.

Absage.

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31Okt/09

VW schmiedet konkrete Pläne für Karmann

Den Bau kompletter Modelle bei dem Auftragsfertiger schloss der Insider hingegen aus: „Karmann produziert zu teuer.“ Der VW-Aufsichtsrat soll sich schon bald mit der Übernahme von Karmann für einen niedrigen zweistelligen Millionen-Betrag befassen.

Volkswagen ist vor allem an der Engineeringkompetenz und am Werkzeugbau der Osnabrücker interessiert. VW-intern wird der Einstieg bei Karmann nicht als Notwendigkeit, sondern als Unterstützung gegenüber dem langjährigen Partner gesehen. „VW braucht Karmann nicht“, betonte der Volkswagen-Manager. Zudem sehen Branchenkreise eine VW-Beteiligung an Karmann als Gefälligkeit für den niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU). Wulff sitzt im VW-Aufsichtsrat, hat in Osnabrück seinen Wahlkreis und war Volkswagen behilflich, die Übernahme durch Porsche zu verhindern.

31Okt/09

Opel verschafft sich Luft

„Das Geld wird deshalb wohl bis in den Januar hinein reichen.“ Ursprünglich war der Kreditvertrag über 1,5 Milliarden Euro bis zum 30. November datiert. In der Rüsselsheimer Zentrale sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person, Opel habe aufgrund der überraschend positiven Entwicklung bislang noch nicht einmal den Gesamtbetrag abgerufen. „Im Gegenteil, wir haben einen Teil schon wieder zurückgezahlt“, sagte der Insider dem Blatt.

Vor der Tagung des GM-Verwaltungsrates am 3. November ist der Ausgang der Beratungen über den Verkauf an Magna weiterhin völlig offen. Zwar wollten die Opel-Arbeitnehmer sich wappnen, von einem „Generalstreik“ spreche aber derzeit niemand, dementierte Einenkel im Gespräch mit der Automobilwoche entsprechende Berichte. Zugleich machte er deutlich: „Wir lassen uns aber nicht unser Werk schließen“.

31Okt/09

BMW beendet Kurzarbeit

Zugleich sind an zwei Standorten des Unternehmens bereits wieder Zeitarbeiter eingestellt worden. In Leipzig beschäftigt BMW rund 300 Leiharbeiter, in Regensburg etwa 50.

Das Unternehmen hatte im ersten Halbjahr insgesamt 27.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt, im Juli wurde diese Zahl zunächst auf 12.200 Beschäftigte reduziert. Im September war die Kurzarbeit dann in den Pkw-Werken beendet worden.
Die Zahlen zur Unternehmensentwicklung im dritten Quartal wird BMW am 3. November vorstellen.

31Okt/09

Automanager 2009 mit Gehaltseinbußen

Dank der verschiedenen variablen Boni konnte beispielsweise BMW-Chef Norbert Reithofer im vergangenen Jahr sein Grundgehalt von 600.000 Euro auf Zahlungen von insgesamt 2.391.183 Euro steigern, Dieter Zetsche kam bei Mercedes bei 1.530.000 Euro Gehalt auf einen Gesamtverdienst von 5.732.000 Euro. VW-Chef Martin Winterkorn wurden bei einem Jahresgehalt von 1.636.572 Euro insgesamt 6.136.572 Euro überwiesen, berichtet das Blatt unter Berufung auf Towers-Perrin-Daten.

Zudem dürfte die anhaltende Debatte über eine gerechte Bezahlung von Führungskräften die Löhne der Topmanager künftig weiter sinken lassen. Nach Inkrafttreten des „Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung“, das eine Kürzung der Gehälter bei einer Verschlechterung der Firmenlage erleichtern soll, wollen auch die Unternehmen Zeichen setzen. So plant BMW-Personalvorstand Harald Krüger die Anpassung der Manager-Boni in Relation an die Entwicklung der Einkünfte der Bandarbeiter. Über die Vorstandsgehälter wird aber weiter der Aufsichtsrat entscheiden.