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22Okt/09

Blackberry im Außendienst das Maß der Dinge

Zum anderen würden sehr viele gute Geschäftsapplikationen angeboten. Beispielsweise sei RepliGo das meistverkaufte BlackBerry-Programm: „Damit können Sie auf die Dokumente Ihres Netzlaufwerks zugreifen und sie in Ihrem BlackBerry so öffnen, wie Sie es auf Ihrem Büro-PC gewohnt sind – unabhängig davon, ob Sie mit PDFs, ZIPs, Word-, Excel- oder OpenOffice-Dokumenten arbeiten. Außerdem ist es möglich, sie als Mail-Anhang zu verschicken, als Dokumente über einen Netzwerk- oder Bluetooth-Drucker auszudrucken oder per Fax zu versenden. Eine Firewall auf dem Server sorgt dafür, dass die Anwendung sicher ist“, sagte Marcus Grupp, Spezialist für Mobile Office. Dies alles sei beispielsweise mit einem iPhone nicht zu bewerkstelligen.

Die Kosten für RepliGo seien abhängig von der Zahl der Nutzer, bei mehreren User sei im Schnitt mit etwa 1.000 Euro zu rechnen. Für kleine Unternehmen und Personengesellschaften werde auch eine kostenlose Software angeboten. BlackBerry Unite! läuft auf dem PC und sei für bis zu fünf Nutzer geeignet.

22Okt/09

Schätzing attackiert „Gartenzwergideologie“

Auch die „freundliche, aber biedere Kanzlerin“ Angela Merkel (CDU) wirke hier „nicht gerade visionär“. „Man darf Sozialpläne und Forschung nicht gegeneinander aufrechnen“, sagte Schätzing und fügte hinzu: „Solange wir nicht intensiv in Forschung und Bildung investieren, wird sich die soziale Misere nicht ändern.“ Auch die jüngste schreckliche Gewalttat in der Münchner S-Bahn stelle „ein Indiz für die verfehlte Bildungspolitik“ dar. Die jungen Hauptverdächtigen seien ohne Bildung aufgewachsen und damit ohne Bewusstsein für Toleranz. „Bildung dient auch der
Herausbildung einer friedlicheren Gesellschaft“, betonte der Autor.
Zu Deutschlands künftiger Stellung in der Welt sagte Schätzing: „Im vereinigten Europa werden wir die Rolle des rüstigen Rentners spielen, der ganz nett fürs Alter vorgesorgt hat und immer noch recht ansehnlich durch den Park stolziert. Aber in der Weltwirtschaft werden wir keine entscheidende Rolle mehr spielen.“

22Okt/09

Schadenregulierung bleibt kompliziert

Der BGH hat diese Frage mit einem klaren „Jein“ beantwortet (AZ: VI ZR 53/09): Es kommt auf das Alter des Fahrzeuges, auf die Werkstattgewohnheiten des Geschädigten und auf sonstige Umstände an.

Mit dieser Entscheidung wird die Schadenregulierung für den Laien noch unüberschaubarer. Im Interesse der Geschädigten hätte die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) begrüßt, dass generell die Stundenverrechnungssätze der markengebundenen Werkstätten zugrunde gelegt werden. Der Versicherer spart bei dieser Abrechnungsart immerhin schon die Mehrwertsteuer gegenüber einer tatsächlich durchgeführten Reparatur. Nach den schwierigen Entscheidungen zu den Mietwagentarifen wird die Schadenregulierung weiter kompliziert. Ein Geschädigter kann sich im Abrechnungsdschungel ohne Anwalt nicht mehr zurecht finden.

 

22Okt/09

Mehr Rechte für die Verbraucher

„Künftig haben die Bankkunden mehr Rechte, beispielsweise Sonderkündigungsrechte“, erläutert Rechtsanwalt Paul H. Assies, Vorsitzender der DAV-Arbeitsgemeinschaft Bank- und Kapitalmarktrecht. Auslöser für die Überarbeitung der Geschäftsbedingungen sei die erforderliche Umsetzung der EU-Zahlungsdiensterichtlinie in deutsches Recht sowie die Rechtsprechung. Ein sorgfältiger Umgang mit PIN und TAN im Bereich des Online-Bankings bleibe nach wie vor geboten, sonst hafte der Kunde.

Die Änderungen der Vertragsbedingungen unterliegen künftig einem erweiterten Formzwang. Die Widerspruchsfrist des Kunden verlängert sich dabei von sechs Wochen auf zwei Monate. Bei Änderungen, die Zahlungsdienste, also insbesondere den Überweisungsverkehr betreffen, steht dem Kunden künftig ein Sonderkündigungsrecht zur Seite. Dieses umfasst auch den zugehörigen Rahmenvertrag (regelmäßig Girovertrag).

Kern der Änderung bei den Sparkassen ist die so genannte Entgelteklausel. Es wird fortan bei der Zinsfestsetzung verstärkt zwischen Verbraucher- und Nicht-Verbraucher-Geschäften unterschieden. Entgelte werden nur noch in den gesetzlich zulässigen Fällen erhoben. Der Mechanismus für die Änderung von Zinsen und Entgelten wird im Detail festgelegt. An die Stelle der bisherigen Überziehungszinsen rückt eine Klausel zur Auslagenerstattung.

Verlängert wird auch die Dauer der vom Institut einzuhaltenden Frist bei der Kündigung u. a von Giro- und Kartenverträgen.

Wichtige Änderungen für den Verbraucher bringen die neuen Bedingungen für den Kartengebrauch (z. B. SparkassenCard). Dies gilt insbesondere für die Sorgfalts- (Umgang mit Karte und zugehöriger PIN) und Mitwirkungspflichten. Nach der Verlustanzeige trifft den Kunden grundsätzlich keine Haftung mehr für eingetretene Schäden.

Bei den neuen Regelungen zum Online–Banking steht die Systemsicherheit im Vordergrund. Des Weiteren wird mit dem neuen SEPA-Lastschriftverfahren ein einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum geschaffen.

21Okt/09

Großmann will Energie-Milliarden in Bildung stecken

Es war verkehrt, „viele Milliarden Energie- und Ökosteueraufkommen einfach in die Sozialversicherungen“ zu packen, „ohne den dort vorhandenen strukturellen Umbaubedarf richtig anzunehmen“, kritisierte der Stromkonzernchef und betonte: „Gerade die Jugend und die Bildungswelt brauchen jetzt einen Motivationsschub.“ Großmann lobte im Grundsatz die von Union und FDP geplanten längeren Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke. Zur möglichen Dauer sagte er, es gebe „viele Länder, die keine bestimmte Laufzeit haben, sondern die einfach sagen, wir schicken euch alle fünf bis zehn Jahre einen TÜV, und der sagt, weitermachen oder nachrüsten“. In den USA rechne man etwa mit Kraftwerkslaufzeiten von 80, in den Niederlanden von 60 Jahren.
Die Endlagerfragen seien „bei gutem Willen schnell zu lösen“, fügte der RWE-Chef hinzu. „Da wird die Energiewirtschaft ihre Beiträge leisten, wenn das Gesamtenergiekonzept stimmig ist.“ „Insgesamt glaube ich schon, dass eine schwarz-gelbe Koalition für eine wettbewerbsfähige Energiepolitik besser ist als eine ideologisch stark vorgefärbte“, betonte Großmann. Zugleich schlug er wie der Bundesverband der Deutschen Industrie vor, die Energiepolitik im Wirtschaftsministerium zu verankern.