Bayerischer Zulieferer expandiert nach China und Mexiko

 Der bayerische Autozulieferer Dr. Schneider Gruppe investiert fünf Millionen Euro in jeweils ein neues Produktionswerk in China und in Mexiko. „Bis spätestens Anfang 2014 werden wir jeweils 2,5 Millionen Euro in diese beiden neuen Standorte investieren. Bis dahin werden wir jeweils 100 neue Mitarbeiter einstellen“, sagt Klaus Fricke, Vorsitzender der Geschäftsführung, im Gespräch mit der Fachzeitschrift Automotive News Europe. Er fügte hinzu: „Unsere Kunden investieren zunehmend in China und im NAFTA-Raum – und wir folgen ihnen und sind damit eine der ganz wenigen Kunststoff-Automobillieferanten mit einem globalen Produktionsnetzwerk.“ Derzeit werden rund 3.000 Mitarbeiter weltweit beschäftigt, davon 1.200 in Deutschland.

„Mit dem Aufbau des Werkes im mexikanischen Zacatecas beginnen wir im Herbst 2012; im Frühjahr 2013 startet die Serienproduktion. Wir beliefern aus Mexiko unserer deutschen Kunden im Süden der USA mit Frischluftdüsen und -Systemen sowie Anbauteilen“, sagt Fricke. Zur Präsenz des Unternehmens im amerikanischen Markt gehört bereits ein Werk in Howell/USA, dem der neue Standort organisatorisch angegliedert wird.

In China wird die Produktion bereits dieses Frühjahr beginnen. Fricke: „Über unser bestehendes Vertriebs- und Sourcing-Büro hinaus werden wir im März nun in der Region Shenyang in Liaoyang die Produktion von Airvent-Systemen, Dekor- und Anbauteilen, wie dem Make-up-Spiegel für den BMW 3er und 5er, aufnehmen.“

Dr. Schneider ist ein international präsentes, mittelständisches Familienunternehmen mit einem Umsatz von 280 Millionen Euro und einem Gewinn (EBT) von zwölf Millionen Euro im Jahr 2010. Für 2011 werden ein Umsatz von rund 320 Millionen Euro sowie ein deutlich über dem Vorjahreswert liegendes Ergebnis erwartet. Der Spezialist für Automobil-Kunststoffprodukte wie Belüftungssysteme, Innenverkleidungen oder Module für Instrumententafeln und Mittelkonsolen wurde 1927 gegründet und verfügt über drei deutsche Werke (Kronach, Tschirn und Judenbach) sowie bislang fünf ausländische Produktionsstandorte – in Valencia/Spanien, Sao Paulo/Brasilien, Howell/USA, Radomierz/Polen und in Spisska Nova Ves / Slowakei. Das Markenversprechen des deutschen Zulieferers lautet „Excellence in Plastics“.

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