Bosch rechnet mit langer Durststrecke für Pkw-Markt in Europa

 Stuttgart – Autozulieferer Robert Bosch sieht mittelfristig keine tiefgreifende Erholung der europäischen Pkw-Nachfrage. „In einer realistischen Betrachtung müssen wir noch bis 2020 von einer Stagnation des europäischen Markts ausgehen“, sagte Wolf-Henning Scheider, Sprecher der Kfz-Technik-Sparte von Bosch, im Interview mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Der Manager räumte eigene Überkapazitäten in Europa ein, will jedoch ohne einen flächendeckenden Stellenabbau auskommen: „Ich sehe derzeit keine großen Einschnitte an den einzelnen europäischen Standorten. Wir haben diese Lage früh erkannt und drehen an vielen Stellschrauben.“

Im laufenden Jahr peilt die Sparte ein Umsatzwachstum zwischen drei und fünf Prozent an. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern soll sich verbessern. Allerdings wird Scheider zufolge die Zielrendite von acht Prozent noch nicht erreicht. „Wir haben uns vorgenommen, die acht Prozent in der Kfz-Technik, die rund 60 Prozent des Gruppen-Umsatzes liefert, in den kommenden zwei Jahren zu erreichen“, kündigte der Manager an. Im vergangenen Jahr hat die Sparte einen Umsatz von 31 Milliarden Euro erzielt und dabei einen Gewinn von 1,4 Milliarden Euro ausgewiesen. Die EBIT-Rendite lag damit bei 4,5 Prozent.

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