Bosch will mit Sharingangeboten und Mitfahrservices wachsen

Bosch-Chef Volkmar Denner will den weltgrößten Autozulieferer zum Anbieter vernetzter Mobilitätsservices umbauen und so neue Kundengruppen erschließen. „Wir hoffen, dass wir ein großer starker Baum innerhalb der Bosch-Gruppe werden, aber dafür braucht es nicht nur zwei Jahre“, kündigte der Chef des neuen Geschäftsbereichs Connected Mobility Solutions, Rainer Kallenbach, im Gespräch mit der Automobilwoche an.

Die Wachstumsraten der mittlerweile achten Bosch-Sparte seien schon jetzt deutlich zweistellig: „30 bis 50 Prozent Wachstum sind in der Branche momentan gar nichts Besonderes, teils geht es sogar noch schneller.“ In dem neuen Geschäftsbereich entwickeln und vertreiben zum Start 600 Mitarbeiter Sharingangebote, Mitfahrservices und digitale Dienstleistungen für Autofahrer. Bis Ende 2018 werden es 700 Beschäftigte, langfristig soll die Zahl nach Informationen der Automobilwoche fünfstellig sein.
„Typischerweise hat ein Bosch-Geschäftsbereich mehrere Milliarden Umsatz weltweit. Das bedeutet, wir brauchen, um diesen Umsatz eines Tages zu schaffen, dann auch eine entsprechende Mitarbeiterzahl“, betonte Kallenbach im Gespräch. Connected Mobility Solutions hat seinen Firmensitz zukünftig in Ludwigsburg, weitere Teams sitzen in Hildesheim, Berlin und Shanghai.

Zudem hat Bosch jetzt den Mitfahrservice Splitting Fares (SPLT) übernommen, der Gruppen einsammelt und transportiert, etwa Menschen mit dem gleichen Arbeitsort. Damit wendet sich Bosch an Stadtverwaltungen, Organisationen oder Unternehmen. Kallenbach unterstrich: „Wenn man sich nicht positioniert, verpasst man einen Wachstumsmarkt. Wir wollen uns nicht gegen unsere heutigen Kunden stellen, sondern mit unseren Kunden und Partnern auf die Zukunft ausrichten.“

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