Category Archives: DAV

04Okt/09

O-Ton: Kein Schmerzensgeld bei Sturz über Pflasterstein

Swen Walentowski von der Deutschen Anwaltauskunft:

O-Ton: Das Gericht hat gesagt, wer einen Parkplatz besucht, der muss auch die normale Aufmerksamkeit haben. Der muss also aufmerksam sein, wo er langläuft. Parkplätze sind nicht so glatt wie ein normaler Bürgersteig. Und in dem Fall war es so, dass die betroffene Frau eben nicht die normale Aufmerksamkeit aufgewandt hat. Sie hat beim Gang über den Parkplatz in ihrer Handtasche gewühlt, um den Schlüssel zu suchen. Und der Stein, über den sie gestolpert war, den hätte man auch bei normalem Hinschauen erkennen können und wäre nicht hingefallen. Und deshalb trägt sie die alleinige Verantwortung für ihr Missgeschick. – Länge 30 sec.

Weitere Infos dazu unter www.anwaltauskunft.de

 

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04Okt/09

O-Ton: Keine Zahlung, wenn Nachmieter Wohnung nutzt

Swen Walentowski vom Deutschen Anwaltverein:

O-Ton: Grundsätzlich muss der bisherige Mieter, der gekündigt hat, die Miete voll bezahlen, während die Kündigungsfrist läuft. Es sei denn, der Vermieter überlässt die Wohnung einem Dritten, also einem neuen Nachmieter. Dann kann nämlich der bisherige Mieter die Wohnung nicht mehr nutzen. Hier hat der Richter dann gesagt: Ganz einfach – aber Mitte November war der Nachmieter drin, deshalb muss hier nur den hälftigen November noch bezahlen. – Länge 25 sec

Alle Informationen zu diesem Fall unter www.anwaltauskunft.de

 

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06Sep/09

O-Ton + Magazin: Achillessehnenriss ist Unfall

Rechtsanwalt Swen Walentowski von der Deutschen Anwaltauskunft über das Unfallopfer:

O-Ton: Ein Gutachter stellte dann eine Invalidität von 1/10 und er wollte seine Unfallversicherung in Anspruch nehmen. Die Unfallversicherung wollte nicht zahlen und sagte: Hier liegt überhaupt kein Unfall vor, sondern eine klassische Freizeitveranstaltung. Diese ist nicht versichert. – Länge 15 sec.

Doch die Richter sagen in dem Mann durchaus ein Unfallopfer und verpflichteten die Versicherung zur Zahlung von 3.200 Euro.
Unter www.anwaltauskunft.de findet man nicht nur den ganzen Fall zum Nachlesen, sondern auch den passenden Anwalt für Streitigkeiten wie diese.

Magazin: Achillessehnenriss beim Badminton ist Unfall

Von einer Unfallversicherung darf man erwarten, dass sie bei Unfällen auch zahlt – beispielsweise für Invaliditätsleistungen. Allerdings gibt es immer wieder Streit über den Begriff „Unfall“. Das Landgericht Dortmund hat entschieden, dass ein beim Badminton erlittener Achillessehnenriss als versicherter Unfall gilt.
Hören Sie mal den ganzen Fall.

Beitrag:

Zwar ist Badminton eine schweißtreibende Angelegenheit – in unserem Fall aber wird es zunächst erst einmal trocken. Die juristische Definition eines Unfalls, so Rechtsanwalt Swen Walentowski von der Deutschen Anwaltauskunft, lautet nämlich so:

O-Ton: Ein Unfall ist zunächst erst einmal ein überraschendes Ereignis. Also ich gehe, falle, knicke um, werde angefahren. Aber regelmäßig gibt es Streitigkeiten mit dem Versicherer, ob wirklich ein Unfallereignis vorliegt. Dies gilt beispielsweise bei Sportverletzungen. Da mussten mehrere Gerichte schon bemüht werden, um hier festzustellen, wann ein Unfall vorliegt. – Länge 21 sec.

In diesem Fall trafen sich zwei Freunde zum Badminton:

O-Ton: SFX

Einer trat an – erreichte den Federball aber nicht mehr, sondern krümmte sich stattdessen auf dem Parkett – die Achillessehne am rechten Fuß war gerissen. Erst hatte der Mann Schmerzen, dann Scherereien mit der Versicherung.

O-Ton: Ein Gutachter stellte dann eine Invalidität von 1/10 und er wollte seine Unfallversicherung in Anspruch nehmen. Die Unfallversicherung wollte nicht zahlen und sagte: Hier liegt überhaupt kein Unfall vor, sondern eine klassische Freizeitveranstaltung. Diese ist nicht versichert. – Länge 15 sec.

Doch die Richter sagen in dem Mann durchaus ein Unfallopfer und verpflichteten die Versicherung zur Zahlung von 3.200 Euro. Begründung: Solch ein Riss der Achillessehne ist ein versichertes Unfallereignis. Da die Versicherung aber erst nach dem Urteil kleinlaut zahlte, empfiehlt Swen Walentowski:

O-Ton: Das Problem ist immer, dass man mit der Versicherung auf Augenhöhe spricht. Das sind ja Profis, das kann man allein nicht machen. Dann gehen die Versicherer auch immer dazu über, nur einen Teil zu regulieren oder hier haben sie sich überhaupt geweigert. Ohne anwaltliche Hilfe hätte der Mann die 3.200 Euro sicherlich nicht bekommen. Das Schöne ist, wenn man einen Prozess gewinnt, dann muss auch die gegnerische Seite auch die Anwaltskosten übernehmen, so dass er die 3.200 Euro wirklich voll behalten kann. – Länge 20 sec.

Unter www.anwaltauskunft.de findet man nicht nur den ganzen Fall zum Nachlesen, sondern auch den passenden Anwalt für Streitigkeiten wie diese.

Absage.

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O-Ton  und Magazinbeitrag (Anhören: linke Maustaste, Download: rechte Maustaste, „Ziel speichern unter“ )

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06Sep/09

O-Ton + Magazin: Lehrer haftet für durchgehendes Pferd

Rechtsanwalt Swen Walentowski vom Deutschen Anwaltverein:

O-Ton: Jetzt war sie erstmals allein unterwegs und die Reitlehrerin hatte ihr auch das Pony gegeben, gesattelt und hatte sie alleine losgeschickt. Das Pferd ging durch, es gelang dem Mädchen das Pferd aufzuhalten. Es ist abgestiegen und weil es Angst hatte, dass das Pony auf die Straße läuft, hatte es am Zügel und am Steigbügel festgehalten. Es lief dann wieder weiter, das Mädchen wurde mitgeschleift und wurde stark verletzt durch Huftritte von den Hinterhufen ins Gesicht. – Länge 24 sec.

Bei dem Schmerzensgeld von 12.000 Euro berücksichtigten die Richter auch, dass das Mädchen sein langjähriges Hobby Querflöte durch die dauerhaften Verletzungen ihrer Oberlippe aufgeben müsse.
Den ganzen Fall zum Nachlesen findet man unter www.anwaltauskunft.de.

Magazin: Lehrer haftet für durchgehendes Pferd bei Minderjähriger

Reitlehrer sind einem minderjährigen und unerfahrenen Reiter gegenüber verpflichtet, dessen Können abzuschätzen und sie vor Gefahren zu schützen. Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat einer 13jährigen ein Schmerzensgeld in Höhe von 12.000 Euro zugesprochen. Das Kind war abgeworfen worden und hatte in Abwesenheit des Lehrers erhebliche Verletzungen erlitten.

Beitrag:

Das Mädchen hatte schon einige Reitstunden gehabt und war auch schon sechsmal im Gelände in Begleitung unterwegs gewesen. Aber diesmal war alles anders, sagt Rechtsanwalt Swen Walentowski vom Deutschen Anwaltverein:

O-Ton: Und jetzt war sie erstmals allein unterwegs und die Reitlehrerin hatte ihr auch das Pony gegeben, gesattelt und hatte sie alleine losgeschickt. Das Pferd ging durch, es gelang dem Mädchen das Pferd aufzuhalten. Es ist abgestiegen und weil es Angst hatte, dass das Pony auf die Straße läuft, hatte es am Zügel und am Steigbügel festgehalten. Es lief dann wieder weiter, das Mädchen wurde mitgeschleift und wurde stark verletzt durch Huftritte von den Hinterhufen ins Gesicht. – Länge 24 sec.

Daraufhin verlangte das Mädchen Schmerzensgeld – und die Richter schlossen sich dieser Forderung an. Ihre Begründung:

O-Ton: Der Reitlehrer darf das Kind, darf unerfahrene minderjährige Reiter nicht in eine solche Gefahrensituation bringen. Man muss immer damit rechnen, dass ein Pferd durchgeht. Auch sechsmal Ausreiten im Gelände, auch dann ist man noch kein erfahrener Reiter. Die reiten jede Tag eine Stunde und erst dann ist man erfahren. Bei Kindern ist das noch lange nicht der Fall. – Länge 18 sec.

Bei dem Schmerzensgeld von 12.000 Euro berücksichtigten die Richter auch, dass das Mädchen sein langjähriges Hobby Querflöte durch die dauerhaften Verletzungen ihrer Oberlippe aufgeben müsse. Zudem sei diese Verletzung auch erkennbar, in den Augen des Gerichts eine ernsthafte seelische Beeinträchtigung. Swen Walentowski:

O-Ton: Die Reitlehrerin muss sämtliche Kosten übernehmen, auch die vorgerichtlichen, anwaltlichen Kosten. Weil das Gericht gesagt hat: Es ist hier nicht zuzumuten, den Eltern oder dem Kind schon gar nicht, den ganzen Sachverhalt zusammenzufassen, aufzuklären – mit dem Ansinnen, dann zu Gericht zu gehen. Deshalb werden nicht nur die Gerichtskosten, nicht nur die Anwaltskosten vor Gericht, sondern auch die vorgerichtlichen anwaltlichen Kosten voll und ganz von der Reitlehrerin ersetzt. – Länge 20 sec.

Den ganzen Fall zum Nachlesen findet man unter www.anwaltauskunft.de.

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02Aug/09

O-Ton + Magazin: Spinne als allgemeines Lebensrisiko

Rechtsanwalt Swen Walentowski von der Deutschen Anwaltauskunft:

O-Ton: Das ist nicht gesponnen, denn nach dem Vertrag ist der Hausmeister tatsächlich verpflichtet, zu reinigen – aber er muss trotzdem nicht zahlen. Weil in dem Vertrag nicht festgelegt ist, wann er denn immer reinigen muss. Selbst wenn er gereinigt hat, so die Richter, ist es ja bei einer offenen Tiefgarage immer möglich, dass infolge der nächsten Stunden immer mal eine Spinne in die Tiefgarage krabbelt und sich dann von der Decke auf die Besucher der Tiefgarage stürzt – und deshalb: Die Spinne als solche stellt ein allgemeines Lebensrisiko dar, für den ich dann am Ende keinen haftbar mache, wenn ich mich davor – wie vor anderen Ungetieren auch – erschrecke. – Länge 30 sec.

Nachzulesen ist dieser Fall unter www.anwaltauskunft.de.

Magazin: Die Spinne als allgemeines Lebensrisiko

Spinnen sind ein allgemeines Lebensrisiko! So entschied das Oberlandesgerichts Karlsruhe in dem Fall einer Dame. Sie hatte sich in einer Tiefgarage so vor einer Spinne erschreckt, war hingefallen und wollte dafür Schmerzensgeld. Hören Sie mal den ganzen Fall.

Beitrag:

Der Tatort:

O-Ton: SFX

Eine Tiefgarage! – Das Opfer:

O-Ton: SFX

Eine harmlose Frau! – Die Täterin:

O-Ton: SFX

Eine Spinne!! Doch der Reihe nach: Ein Mann parkte seinen Wagen in besagter Tiefgarage, kam nach einem Bummel zurück und entdeckte auf der Beifahrerseite, wie sich die spätere Täterin gerade abseilt. Die Frau darunter – ahnungslos, der Mann auf der Fahrseite – hilflos, wie Swen Walentowski, Sprecher der Deutschen Anwaltauskunft, zu berichten weiß:

O-Ton: Noch bevor er sie warnen konnte, erschrak sie, trat reflexartig zurück, verlor das Gleichgewicht, fiel sehr, sehr unglücklich hin, erlitt eine Beckenprellung, eine Prellung der rechten Gesichtshälfte und einen komplizierten Bruch am Handgelenk. – Länge 15 sec.

Die Spinne sah das Dilemma und machte sich angesichts drohender Schadenersatzansprüche schnellstmöglich aus dem Staub. Aber da war ja noch der Hausmeister der Tiefgarage, der nun die Rechnung von der Frau präsentiert bekam:

O-Ton: Sie war nämlich der Meinung, dass nach dem Hausmeistervertrag der Beklagte verpflichtet ist, die offene Tiefgarage zu reinigen und dabei auch die Spinnweben zu entfernen. – Länge 14 sec.

O-Ton: SFX

O-Ton: Das ist nicht gesponnen, denn nach dem Vertrag ist der Hausmeister tatsächlich verpflichtet, zu reinigen – aber er muss trotzdem nicht zahlen. Weil in dem Vertrag nicht festgelegt ist, wann er denn immer reinigen muss. Selbst wenn er gereinigt hat, so die Richter, ist es ja bei einer offenen Tiefgarage immer möglich, dass infolge der nächsten Stunden immer mal eine Spinne in die Tiefgarage krabbelt und sich dann von der Decke auf die Besucher der Tiefgarage stürzt – und deshalb: Die Spinne als solche stellt ein allgemeines Lebensrisiko dar, für den ich dann am Ende keinen haftbar mache, wenn ich mich davor – wie vor anderen Ungetieren auch – erschrecke. – Länge 30 sec.

…. sagt Rechtsanwalt Swen Walentowski und nachzulesen ist dieser Fall auch unter www.anwaltauskunft.de.

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