Chevrolet kämpft mit schlechtem Bekanntheitsgrad

 Frankfurt/Main – Kurz vor Beginn der Internationalen Automobilausstellung IAA hat die GM-Tochter Chevrolet angekündigt, ihren Bekanntheitsgrad in Europa massiv steigern zu wollen. „Unsere größte Herausforderung ist, dass viele Menschen unsere Marke immer noch nicht kennen. Chevrolet wurde in Europe 2005 neu gelauncht. Nur rund fünf Prozent der Kunden kennen unsere Modelle. (…) Mein Ziel ist es, die ungestützte Bekanntheit auf über 20 Prozent zu heben“, sagte Wayne Brannon, Geschäftsführer von Chevrolet Europa, der Fachzeitschrift Automotive News Europe.

Ungeachtet der relativ geringen Bekanntheit wird das Unternehmen 2011 rund 500.000 Einheiten verkaufen: „Im vergangenen Jahr haben wir 477.194 Fahrzeuge in 35 europäischen Staaten, inklusive Russland und der Türkei, abgesetzt. Dieses Jahr werden es werden es wieder rund eine halbe Million.“ Mittelfristig will Brannon den Absatz auf eine Million Verkäufe verdoppeln. „2016 könnte noch ein guter Zeitrahmen für dieses Ziel sein.“

Der Marktanteil in Europa soll sich „mittelfristig auf 4 bis 5 Prozent“ erhöhen – nach 2,5 Prozent im vergangenen Jahr. Nachholbedarf habe Chevrolet vor allem in den fünf größten westlichen Märkten – Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich sowie Großbritannien – wo der Marktanteil nur bei 1,3 Prozent liege.

Im Laufe dieses Jahres wird Chevrolet sieben Neuheiten auf den Markt bringen und damit sein Portfolio auf 12 Modelle vergrößern. Darunter sind aber auch drei Nischen-Modelle. So soll das Schwestermodell des Opel Ampera namens Chevrolet Volt laut Brannon pro Jahr auf rund 1000 bis 2000 Verkäufe kommen. Für die neue Generation der Corvette erwartet Brannon europaweit zwischen 1000 und 1500 Verkäufe im Jahr, daneben 2000 Camaros – je zur Hälfte vom Coupé und Cabrio.

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