Chinas Immobilienkrise drückt Import von deutschen Luxusautos

 Stuttgart – Die Angst vor dem Platzen der Immobilienblase in China drückt auch die Nachfrage nach teuren Luxusfahrzeugen aus Deutschland. Das auf China spezialisierte Prognose- und Beratungsunternehmen JSC rechnet in diesem Jahr mit einem Einbruch der Importe von 15 Prozent auf 850.000 Einheiten. „Dies wird sich vor allem auf die Gewinne der internationalen Hersteller auswirken, selbst wenn sie im Gesamtabsatz in China zulegen“, sagte JSC-Experte Jochen Siebert im Gespräch mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Davon besonders betroffen sind die deutschen Hersteller BMW, Mercedes und Porsche sowie internationale Luxusmarken wie Lamborghini, Ferrari und Bentley.

Dagegen dürfte Audi nach Sieberts Meinung ohne größere Schäden aus dem Nachfragetief hervorgehen: „Weil Audi nur zehn Prozent der Fahrzeuge importiert und mit der lokalen Produktion stark die unteren Segmente bedient, sind die Auswirkungen für die Marke begrenzt.“

Immobilienanalysten erwarten in diesem Jahr einen Preisverfall für Grundstücke und Häuser in China zwischen 20 und 25 Prozent. Damit steht und fällt die wirtschaftliche Entwicklung, da das Bruttoinlandsprodukt wesentlich von Immobilienpreisen und Infrastrukturinvestitionen getrieben wird. Auch die Finanzierung der Händler hängt stark vom Immobilienwert ab. Sie haben bereits 2011 auch im Premiumsegment mit Rabatten auf die schlechtere Nachfrage reagiert.

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