Daimler sucht Lösung für verlustreiches Niederlassungsgesetz

 Stuttgart – Daimler sucht nach einer Lösung für das Verluste schreibende deutsche Niederlassungsnetz und will den Verkauf einzelner Betriebe vorantreiben. Nach einem Bericht der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche sollen Niederlassungen zusammengelegt und kleinere Standorte geschlossen werden. Geprüft werde auch die Zentralisierung von Verwaltungsfunktionen. Nach Informationen des Blattes erwägt ein Private-Equity-Fonds, ein Angebot für wesentliche Teile des Niederlassungsnetzes vorzulegen. Auch der US-Autohändler Penske Automotive wird als Kaufinteressent gehandelt. „Der Vorstand will die Struktur des deutschen Vertriebs verändern. Ein Konzept, das den kompletten Verkauf der Niederlassungen vorsieht, gibt es derzeit aber nicht“, sagte ein Arbeitnehmervertreter der Automobilwoche.

Die 35 Niederlassungen mit 140 Betrieben und 16.000 Mitarbeitern haben 2012 nach Informationen der Zeitung bei annähernd zehn Milliarden Euro Umsatz einen Verlust von 45 Millionen Euro eingefahren. Internen Berechnungen zufolge müssten die Niederlassungen aber eine Umsatzrendite von drei Prozent liefern, damit die Pkw-Sparte von Daimler auf das angestrebte Margenziel von zehn Prozent kommen kann.

Bereits im November hat MBVD-Chef Harald Schuff angekündigt, einzelne Betriebe verkaufen zu wollen, weil das Netz in der Fläche zu dicht geknüpft ist. Allerdings ist Daimler nur eingeschränkt handlungsfähig: Eine Betriebsvereinbarung schließt den Verkauf ganzer Niederlassungen bis Ende 2015 aus.

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