GAZ-Gruppe: Einstieg in den deutschen Markt braucht nicht mehr viel Zeit

 Berlin – Russlands größter Nutzfahrzeughersteller GAZ sieht sich noch nicht für den deutschen Markt gewappnet. „Wir sind noch nicht bereit“, sagte Bo Inge Andersson, Vorstandsvorsitzender der GAZ-Gruppe, am Mittwoch auf dem Kongress der Automobilwoche in Berlin. Viel Zeit brauche sein Unternehmen dafür aber nicht mehr, „vielleicht ein oder zwei Jahre“, sagte Andersson, der mit harten Einschnitten den ehemals verlustträchtigen Fahrzeugbauer wieder in die Erfolgsspur gebracht hat. In Polen könne GAZ schon morgen in den Wettbewerb einsteigen, für Märkte wie Deutschland oder Schweden habe man aber aktuell keine Ambitionen, sagte der gebürtige Schwede.
Um GAZ wieder flott zu machen, hat Andersson tausende Stellen gestrichen, auch im Management. 28 Manager habe er auch wegen Korruption gefeuert. „Da haben wir eine Null-Toleranz-Linie“, sagte Andersson. Sein Unternehmen zahle keine Schmiergelder, was allerdings die Versorgung teilweise erschwere.

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