Kältemittel-Streit: Hersteller hält Spaltung der Autobranche für möglich

 Frankfurt/Main – Im Streit um das neue und klimaschonende Kältemittel R1234yf hält der Mithersteller DuPont eine Spaltung der Automobilbranche für möglich. „Ich persönlich kann mir vorstellen, dass jeder Hersteller das Risiko für sich prüft und eine Entscheidung fällt. Manche gehen dann in Richtung CO2, andere nicht“, sagte Thierry Vanlancker, President for DuPont Chemicals & Fluoroproducts, im Interview mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Ursprünglich wollten alle Hersteller das von den Chemiekonzernen DuPont und Honeywell gefertigte Mittel einsetzen, bis Daimler bei eigenen Sicherheitstests Gefahren durch Entzündungen festgestellt hatte.

„Die Lösung steckt nicht in der Flüssigkeit, sondern im Fahrzeug-Design. Wenn man etwas positive Energie reinsteckt, um Risiken zu vermeiden, lassen sich sichere und gute Lösungen finden“, betonte Vanlancker und fügte hinzu: „Die Europäische Union schreibt ab dem 1. Januar 2013 für Neufahrzeuge lediglich vor, dass das Kältemittel ein Global Warming Potential von unter 150 haben muss. Sie sagt nicht, dass man R1234yf einsetzen muss.“ CO2 stehe aber seines Wissens als Lösung am ersten Januar nicht zur Verfügung, unterstrich der Manager mit Blick auf Volkswagen. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch hatte in der Diskussion seine Entscheidung bereits öffentlich für CO2 als das richtige Kältemittel plädiert.

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