Kollegengespräch: Judo Club Folsterhöhe Alt Saarbrücken 1999 e.V

Vereinschef Lothar Bock:

O-Ton: Vielleicht ist es das, was sie gebraucht haben. Vielleicht ist es das, was in der Mentalität liegt, dass die Menschen jemanden oder etwas brauchen, das sie motiviert. Und ich habe immer gesagt: Das Schönste, um an die Eltern ranzukommen, ist der Weg über die Kinder – Länge 12 sec.

Ob es für den großen bundesweiten Sieg bei den Sternen des Sports reicht, die von den Volksbanken und Raiffeisenbanken und dem Deutschen Olympischen Sportbund veranstaltet werden, wissen wir dann am Mittag.

Kollegengespräch: Judo Club Folsterhöhe Alt Saarbrücken 1999 e.V

Am Montag (07.02./heute) werden in Berlin die Sterne des Sports in Gold vergeben, Bundespräsident Christian Wulff zeichnet insgesamt 19 Vereine aus, die sich bis zur Preisverleihung nach Berlin durchgesetzt haben. Auf einen dieser Vereine wartet die allerhöchste, mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung: der Große Stern des Sports in Gold.

Matthias Tüxen, wer sind die heißesten Anwärter?

Ach, ehrlich gesagt, man wünscht es jedem der Vereine, die sich bis zur Abschlussveranstaltung in Berlin qualifiziert haben, dass er letztlich den Großen Stern des Sports in Gold bekommen möge. Die Projekte sind allesamt toll, der Judo Club Folsterhöhe Alt Saarbrücken 1999 e.V. beispielsweise kümmert sich mit seinem Angebot „Treffpunkt statt Brennpunkt“ darum, sozial Schwache und Benachteiligte zu integrieren. Vereinschef Lothar Bock:

O-Ton: Vielleicht ist es das, was sie gebraucht haben. Vielleicht ist es das, was in der Mentalität liegt, dass die Menschen jemanden oder etwas brauchen, das sie motiviert. Und ich habe immer gesagt: Das Schönste, um an die Eltern ranzukommen, ist der Weg über die Kinder – Länge 12 sec.

Und dieses Konzept beeindruckte die Jury so sehr, dass die Saarbrücker Judokas bereits die Konkurrenz im Saarland aus dem Feld geschlagen haben.

Wie funktioniert das im Einzelnen – die Integration über Judo?

Judo ist nur ein Baustein, der Club bietet für Kinder und Jugendliche sinnvolle Beschäftigungen, die weit über den Sport hinausreichen. Turnen, Wassergymnastik, aber auch kostenlose Computerkurse, Hausaufgabenbetreuung und Bewerbungstraining. Trainer Manuel Metzger:

O-Ton: Viele Kinder haben hier noch mal ihren Spaß gefunden, weil sie auch allein hierher kommen können. Viele Ältere haben nämlich keine Lust, noch abends in die Halle zu laufen und dort die Kinder hinzubringen. – Länge 13 sec

Und so bemüht sich der Judo Club Folsterhöhe – übrigens untergebracht in einem umgebauten Supermarkt mitten in der Hochhaussiedlung am Stadtrand von Saarbrücken – um Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit, z.B. indem er die Mitgliedsbeiträge sozial verträglich gestaltet.

Wer kann denn einen Stern des Sports bekommen?

Ganz allgemein gesagt: Jeder Verein, der etwas Besonderes macht. Der gesellschaftliche Einsatz innerhalb des Breitensports wird belohnt, nicht die sportliche Höchstleistung. Oder ganz einfach: Es geht um die B-Note, nicht die A-Note. Neben dem Deutschen Olympischen Sportbund gehören auch die Volksbanken und Raiffeisenbanken zu den Initiatoren des Wettbewerbs. Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken:

O-Ton: Der Breitensport lebt davon, dass sich Menschen für die Vereine begeistern und dort Verantwortung übernehmen: Die Menschen anleiten, Sport zu treiben und vor allem viele innovative Projekte dort durchzuführen – die sich eben nicht nur mit rein sportlichen Belangen, sondern auch mit Integrationsfragen, mit Förderung Behinderter und vielen anderen wichtigen Themen beschäftigen. – Länge 20 sec.

Und natürlich geht es März in die nächste Runde – dann können sich wieder Vereine bewerben – mit kreativen, innovativen Projekten in Bereichen wie Gesundheit, Jugendarbeit, Integration oder Gleichstellung. Auf der Internetseite sterne-des-sports.de sind weitere Informationen erhältlich.

 

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