Magazin: Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz – klaffen Theorie und Praxis zu weit auseinander?

Anmoderation: Deutschland fehlen viele gut ausgebildete Fachkräfte, ein Gesetz soll dies nun ändern. Es geht um Spezialisten aus dem Ausland für die deutsche Wirtschaft. Den gesetzlichen Rahmen dafür soll das Fachkräfteeinwanderungsgesetz bilden.

Allerdings, so wird nach der ersten Lesung des Gesetzes deutlich: Eine schnelle Hilfe für die Wirtschaft wird es nicht werden.

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Das Gesetz sieht vor, dass Menschen mit qualifizierter Berufsausbildung unter bestimmten Voraussetzungen hier nach Arbeit suchen können. Für Christian Stollberg von der PEAG-Geschäftsführung ist das Fachkräfteeinwanderungsgesetz ein Schritt in die richtige Richtung:

O-Ton: Mit gefällt eigentlich schon, dass es im Wesentlichen darum geht, aus der Sicht eines zukünftigen Arbeitnehmers heraus dieses Gesetz zu formulieren. Also, dass es keine Hemmschwelle gibt, für den zukünftigen Arbeitnehmer eine Anstellung anzunehmen. – Länge 15 sec.

Eine der Voraussetzungen ist aber: Es müssen bestimmte Deutsch-Kenntnisse vorhanden sein. Für Daniel Terzenbach, Vorstand bei der Bundesagentur für Arbeit, müssen mit dem neuen Gesetz erst einmal auch Erfahrungen gesammelt werden:

O-Ton: Ob das Sprachniveau, das wir von Menschen fordern, die nach Deutschland kommen, ob das angemessen ist oder ob da nachgeschärft werden müsste. Oder auch ob die Anerkennungsverfahren vielleicht zu Beginn sehr restriktiv noch sind. – Länge 14 sec.

Erfahrungen müssen nach Ansicht des Deutschen Industrie und Handelskammertages auch bei allen Beteiligten gesammelt werden. Dr. Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des DIHK:

O-Ton: Dann wird es sehr davon abhängen, dass die beteiligten Akteure – Goethe-Institut, Auslandshandelskammer und Botschaft im Herkunftsland – und dann in Deutschland die Agentur für Arbeit, die Ausländerbehörden, die Unternehmen, die Kammern gut zusammenarbeiten. Es wird auch darauf ankommen, dass gerade die staatlichen Akteure ihre Prozesse besser vernetzen und digitalisieren. Da fehlt bislang noch das Geld. – Länge 18 sec.

Fest steht: Will die deutsche Wirtschaft im internationalen Wettbewerb weiter bestehen, ist sie auch auf ausländische Fachkräfte angewiesen. Insofern ist das Gesetz zum Erfolg verdammt. Mehr dazu unter PEAG-online.de.

Absage.

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