Magazin: EU-Parlament sieht Internetgiganten mit Skepsis

 Das EU-Parlament plädiert für eine Aufspaltung von großen Internetkonzernen. Die Mehrheit der Abgeordneten stimmte dafür, das Geschäft der Suchmaschinen von anderen Unternehmensteilen zu trennen. Mehr dazu jetzt.

Beitrag:
Die EU-Abgeordneten bewegt der Gedanke – die Suche im Internet soll frei von anderen Geschäftsinteressen sein. Ein Verbot aber wäre nach Ansicht von Deutschlands führendem Medienrechtler, Prof. Dr. Johannes Kreile, falsch:

O-Ton:
Für die EU-Kommission ist die Meinung der Abgeordneten nicht bindend, allerdings ist das Votum ein klares Signal. Denn obwohl Google nicht direkt angesprochen wurde, sorgen sich Experten um die Marktmacht des Konzerns, die missbraucht werden könnte. Daniel Knapp vom Londoner IHS-Institut:
O-Ton:
Und das genau wollen viele Europäer nicht: Denn wenn eine Suchmaschine noch vor den anderen Ergebnissen die eigenen Karten, Preisvergleiche oder Angebote von Hotels und Restaurants anzeigt, dann fürchtet manch einer um die Unabhängigkeit der Ergebnisse. Prof Dieter Dörr von der Universität Mainz:
O-Ton:
Eine Reform des europäischen Wettbewerbsrechts könnte die Marktmacht der Internetgiganten beschneiden – Deutschland und Frankreich wollen sich gemeinsam dafür stark machen. Paul Nemitz, Direktor bei der Generaldirektion Justiz der EU Kommission, ist optimistisch, dass die geplanten Regelungen greifen können.
O Ton:
Und persönlich gilt: Nutzer könnten – gegen die Dominanz eines Unternehmens – auch ganz eigene Schritte gehen und für sich mal eine andere Suchmaschine ausprobieren.
Absage

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