Magazin: Generationengerechtigkeit – können die Jungen die Last noch tragen?

Anmoderation: In Deutschland sollen Alte und Junge die gleichen Lebenschancen und die gleiche Lebensqualität haben. Fachleute sprechen dabei von Generationengerechtigkeit. Aber: Immer mehr Menschen werden immer älter und gehen in den nächsten Jahren in Rente. Zu Lasten der jüngeren Beitragszahler. Ist das gerecht?

Beitrag:

Autor Dr. Wolfgang Gründinger ist Mitglied im Vorstand der Stiftung Generationengerechtigkeit und konstatiert:

O-Ton: Manchmal ist es dann leider doch so, dass es immer noch sehr große Interessengruppen in Politik und Wirtschaft gibt, die den Wandel blockieren und alles konservieren möchten, obwohl wir doch eigentlich einen Weckruf bräuchten. – Länge 13 sec.

Ein Weckruf bräuchte Deutschland für den Forscher unter anderem in der Finanzpolitik. Notwendige Investitionen in die Zukunft würden verhindert, der Rückstand werde zur Hypothek der jüngeren Generation. Und: Jüngere müssten mehr Mitsprache erhalten. Dem widerspricht Sven Kramer von der PEAG Unternehmensgruppe:

O-Ton: Ich folge nicht Herrn Dr. Gründinger, wenn er der Auffassung ist, dass der Wert der Mitspracherechte der jungen Generation überproportional erhöht werden muss. Denn auch früher war es schon so, dass die jungen Menschen, wenn sie mit der Ausbildung fertig waren, erst einmal erheblich etwas leisten mussten, bevor sie zu Wohlstand kommen konnten. – Länge 22 sec

Ein oft gehörtes Argument ist, dass junge Menschen heute bei Jobs und den dazugehörigen Verträgen schlechter gestellt wären als in früheren Jahren. Sven Kramer:

O-Ton: Ja, es gibt mehr befristete Beschäftigte, aber es gibt auch so gut wie keine Jugendarbeitslosigkeit mehr. Und wenn das der Preis ist, zunächst befristet irgendwo einzusteigen, dann ist das nicht schlimm. Denn lieber befristet als arbeitslos, davon bin ich zutiefst überzeugt. Weil ich so eben die Chance bekomme zu zeigen, was ich kann. – Länge 17 sec.

Die Debatte dazu wird weiter gehen – ausführliche Argumente dazu gibt es unter anderem auf PEAG-online.de.

Absage.

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