Magna gibt Karmann-Dachsparte noch nicht auf

Magna habe sich auf jede Entscheidung vorbereitet und werde nun in Ruhe das Urteil prüfen. „Wir haben immer einen Plan B“, sagte Apfalter.

„Die Entscheidung des Kartellamts ist weniger eine gegen Magna, sondern vielmehr eine gegen die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden, des Markts, das Unternehmen, den Technologiestandort und die Arbeitsplätze“, sagte der Vorstandschef. „Wir finden dies sehr schade, weil es keine realistische Alternative gibt“. Die Magna Lösung sei die bessere für die Kunden, den Standort und die Mitarbeiter der Karmann-Dachsparte, denn der Magna-Plan enthalte eine Beschäftigungsgarantie für die Mitarbeiter.

„Wir hoffen, dass wir trotz des Vetos des Kartellamts einen Großteil der Produkte von Karmann Dachsysteme übernehmen können“, sagte Apfalter.
Einzelheiten dazu nannte er nicht. Er ließ aber durchblicken, dass die Karmann-Dachsparte nicht zwingend unter dem Dach der Magna-Gruppe angesiedelt sein müsse.

Auch eine Ministererlaubnis durch den deutschen Bundeswirtschaftsminister schließt Magna Steyr nicht aus. „Das ist ein Szenario, das geschehen kann“, sagte Apfalter zu den Äußerungen von Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU). Wulff hatte sich enttäuscht über die Kartellamtsentscheidung gezeigt und erklärt, sowohl eine Ministererlaubnis wie auch ein Klageverfahren vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf prüfen zu lassen.

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