Mercedes-Vertrieb: Umzug spart Kosten und strafft Struktur

Berlin – Mit dem Umzug seiner Vertriebszentrale vom Potsdamer Platz in den Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg will der Mercedes-Vertrieb neben einer Kosteneinsparung auch seine Organisation straffen. „Zum einen wollen wir unsere Vertriebsorganisation nachhaltig wettbewerbsfähig machen“, sagte Harald Schuff, Chef des Mercedes-Benz Vertriebs Deutschland (MBVD), im Gespräch mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Dazu gehöre auch ein bestimmtes Kostenniveau, fügte der Manager hinzu: „Zum anderen wollen wir mit dem Umzug die Mietkosten senken und die Arbeitseffizienz erhöhen“. Die genaue Summe der Einsparungen wollte Schuff nicht nennen, aber „Personalkostenersparnis und die geringere Miete halten sich in etwa die Waage.“ Mit dem Umzug werden die heute noch in drei verschiedenen Gebäuden verteilten 1.200 Mitarbeiter an einem Standort untergebracht. Weiter wird der Ergänzungstarifvertrag die Personalkosten massiv reduzieren. Statt der bisherigen 35-Stunden-Woche steigt die Arbeitszeit bei gleichem Einkommen auf 38 Stunden. Die für dieses Jahr vorgesehen Engelterhöhung um 2,7 Prozent entfällt und die Ergebnisbeteiligung wird an die Regelungen der Niederlassungen angepasst, deren Mitarbeiter weniger erhalten als die Kollegen in der Daimler AG. Die zwischenzeitlich drohende Verlegung des Vertriebs nach Stuttgart mit Personalabbau ist damit vom Tisch.

Im eigenen Niederlassungsnetz und bei den Händlern sind laut Schuff schon große Fortschritte erreicht worden: „Wir haben bei unseren Niederlassungen schon vor zweieinhalb Jahren sehr signifikante Kostensenkungen erreicht, so dass wir heute profitabel arbeiten. Das kann nicht jeder Hersteller von seinen Niederlassungen behaupten.“

Der MBVD ist seit 1998 in Berlin. Die Organisation ist für den Vertrieb, Service und Aftersales aller Pkw- und Nutzfahrzeugmarken des Stuttgarter Autoherstellers zuständig.

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