Niedriger Ölpreis gefährdet E-Mobilität

Die stark gefallenen Ölnotierungen gefährden nach Expertenmeinung die Entwicklung der Elektromobilität. Autofahrer würden „weltweit dank niedriger Benzinpreise größere und leistungsstärkere Autos kaufen und insgesamt mehr fahren“, sagte Continental-Vorstandsmitglied Frank Jourdan im Interview mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche.

Der für die Division Chassis & Safety des Zulieferers verantwortliche Topmanager weiter: „Hierbei sollte allerdings berücksichtigt werden, dass der Ölpreisrückgang den aktuellen Kostennachteil der Elektroautos erhöht.“

Der Rubber-Bereich von Continental profitiere direkt von der Ölpreisschwäche, so Jourdan, „durch den günstigeren Einkauf ölbasierter Vorprodukte, die in Reifen oder auch einer ganzen Bandbreite von Produkten der Division ContiTech verarbeitet werden.“ Für das zweite Halbjahr 2016 rechne das Unternehmen mit einer Erholung des Ölpreises.

„Im ersten Quartal erwarten wir Rückenwind aus fallenden Preisen für Rohöl und ölbasierenden Reifenrohstoffen von rund 30 Millionen Euro für die Rubber Group. Für eine Einschätzung zur Auswirkung des derzeitigen Ölpreisniveaus auf die Geschäftsentwicklung des gesamten Konzerns 2016 ist es noch zu früh“, betonte das Vorstandsmitglied.

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