O-Ton + Magazin: Deutsche Luftfahrtbranche in extremer Schieflage

Die deutsche Luftfahrtbranche sieht sich im internationalen Wettbewerb zunehmend in Schwierigkeiten. Der Grund: In anderen Staaten trägt Vater Staat die gestiegenen Kosten für die Sicherheitskontrollen. Auch bei der Luftverkehrssteuer ist der Fiskus nicht so zurückhaltend wie seine Kollegen andernorts.

Dr. Stefan Schulte, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft BDL.

O-Ton: Da reden wir über eine jährliche Belastung von 700 Millionen pro Jahr. Wenn Sie jetzt die Luftverkehrssteuer nehmen, eine Milliarde pro Jahr, davon über 500 Millionen von den deutschen Luftverkehrsgesellschaften zu tragen – dann sehen Sie, dass wir in der Summe über einen Betrag reden, der deutlich über einer Milliarde liegt. – Länge 15 sec.

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Magazin: Deutsche Luftfahrtbranche in extremer Schieflage

Anmoderation: Sicherheitschecks am Flughafen kennt jeder. Aber: Wer bezahlt diese Kontrollen eigentlich? Die Antwort ist simpel: die deutsche Luftfahrtbranche. In anderen Ländern übernimmt diese Kosten der Staat. Daher beklagen die Unternehmen: Im internationalen Wettbewerb sind wir in einer extremen Schieflage. Mehr dazu jetzt.

Beitrag:

O-Ton: Da reden wir über eine jährliche Belastung von 700 Millionen pro Jahr. Wenn Sie jetzt die Luftverkehrssteuer nehmen, eine Milliarde pro Jahr, davon über 500 Millionen von den deutschen Luftverkehrsgesellschaften zu tragen – dann sehen Sie, dass wir in der Summe über einen Betrag reden, der deutlich über einer Milliarde liegt. – Länge 15 sec.

…sagt Dr. Stefan Schulte, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft BDL. Niemand will bei der Sicherheit sparen, allerdings: In Italien, Spanien oder auch den USA übernehmen die Behörden diese Kosten.

O-Ton: SFX

Und somit lahmen die deutschen Flieger im Wettbewerb, während andere im wahrsten Sinne des Wortes abheben.

O-Ton: SFX

Beispiel: Luftverkehrssteuer. Innerhalb Deutschlands kassiert der Fiskus 8 Euro, auf Langstrecken sogar 45. Pro Ticket.

O-Ton: Das muss ein klares Vorhaben sein für die nächste Legislatur, hier den Einstieg in den Ausstieg – also die Abschaffung der Luftverkehrssteuer – zu schaffen. Denn sie nimmt die Kraft für unsere Airlines im internationalen Wettbewerb und sie riskiert damit Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Deutschland. – Länge 17 sec.

Übrigens: Die Niederlande haben eine vergleichbare Steuer bereits wieder abgeschafft, Österreich denkt über eine entsprechende Halbierung nach. Ein klarer Wettbewerbsnachteil. Stefan Schulte:

O-Ton: Das sind alles Faktoren, die wie Blei an den Flügeln hängen. Und das sagen ja auch die Gutachter der Regierung, also nicht wir. – Länge 7 sec.

Der Beleg: Weltweit ist der Passagierluftverkehr um 6,3 Prozent gestiegen, in Deutschland im letzten Jahr bei gerade mal um 1,4 Prozent.

Absage.

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