O-Ton + Magazin: Schuss aus Luftgewehr auf Schüler – Führerschein weg

Wer mit einem Luftgewehr auf Menschen schießt und sie verletzt, riskiert nicht nur eine strafrechtliche Verurteilung. Auch der Führerschein kann weg sein., urteilte das Verwaltungsgericht Neustadt im Fall eines Mannes, der auf Schüler zielte.

Bettina Bachmann, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht im Deutschen Anwaltverein.

O-Ton: Ein Mann, der keine waffenrechtliche Erlaubnis besaß, feuerte aus seinem Wohnzimmerfenster auf eine Schülergruppe – ohne dass es einen Anlass gegeben hätte, sich zu verteidigen. Die wollten auch nicht in sein Haus einbrechen oder ähnliches, der hat einfach mal kurz aus dem Fenster geschossen. Und auch gezielt. Die MPU ist dann gerechtfertigt, weil man aus dem Verhalten schlußfolgern kann, dass die Wahrscheinlichkeit sehr nahe liegt, dass dieser Mensch sich auch nicht an die Regeln im Straßenverkehr halten wird. – Länge 24 sec.

Mehr Informationen dazu unter verkehrsrecht.de.

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Magazin: Schuss aus Luftgewehr auf Schüler – Führerschein weg

Wer mit einem Luftgewehr auf Menschen schießt und sie verletzt, riskiert nicht nur eine strafrechtliche Verurteilung. Auch der Führerschein kann weg sein. So erging es einem Mann, der auf Schüler zielte. Hier ist der ganze Fall.

Beitrag:

Generell sollten Straftaten und Führerschein nicht verknüpft werden, betont der Deutsche Anwaltverein. Bettina Bachmann, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht:

O-Ton: Der Deutsche Anwaltverein ist der Auffassung, dass nur dann, wenn Sie eine Straftat im Verkehr begangen haben, Sie auch damit bestraft werden können, dass Ihnen der Führerschein entzogen wird – also nicht für eine Straftat, die eigentlich in keinem Zusammenhang mit einem Verhalten im Verkehr steht. – Länge 15 sec.

Der Fall, den das Verwaltungsgericht Neustadt entscheiden musste, war kompliziert. Denn da war offenbar ein Waffennarr am Werke.

O-Ton: Ein Mann, der keine waffenrechtliche Erlaubnis besaß, feuerte aus seinem Wohnzimmerfenster auf eine Schülergruppe – ohne dass es einen Anlass gegeben hätte, sich zu verteidigen. Die wollten auch nicht in sein Haus einbrechen oder ähnliches, der hat einfach mal kurz aus dem Fenster geschossen. Und auch gezielt. – Länge 14 sec.

Ein Junge wurde verletzt, der Mann wurde zu neun Monaten auf Bewährung verurteilt. Und dann forderte ihn der zuständige Landkreis zur MPU auf. Denn es könne ja sein, dass er künftig erheblich und wiederholt gegen verkehrs- oder strafrechtliche Bestimmungen verstoßen werde. Und der Führerschein wurde ihm entzogen. Der Mann klagte, die MPU sei nicht gerechtfertigt. Das sahen die Richter anders. Bettina Bachmann:

O-Ton: Die MPU ist dann gerechtfertigt, weil man aus dem Verhalten schlußfolgern kann, dass die Wahrscheinlichkeit sehr nahe liegt, dass dieser Mensch sich auch nicht an die Regeln im Straßenverkehr halten wird. – Länge 10 sec.

Mehr Informationen dazu unter verkehrsrecht.de.

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