Opel ringt um künftiges Zafira-Werk

 Rüsselsheim – Nach dem Aus für das Bochumer Opel-Werk im Jahr 2014 ringt der Autobauer um den künftigen Standort für den Zafira Tourer. Die besten Chancen haben nach Angaben aus dem Aufsichtsrat das Stammwerk in Rüsselsheim und das britische Werk in Ellesmere Port.
Wirtschaftlich sei Ellesmere Port die beste Lösung, politisch spreche aber vieles für Rüsselsheim, sagte ein Aufsichtsrat der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche: „Es gibt mehrere Alternativen für Bochum, wobei Rüsselsheim und Ellesmere Port in der engsten Wahl sind.“ Die Entscheidung darüber treffe der Opel-Vorstand, federführend sei Produktionsvorstand Peter Thom. „Der Aufsichtsrat wird in seiner nächsten Sitzung Ende Juni über das Votum des Vorstands informiert, dann wird endgültig entschieden.“

Für alle infrage kommenden Werke, auch für das polnische Gliwice, seien detaillierte Studien erstellt worden, sagte der Aufsichtsrat: „Für Ellesmere Port sprechen dabei vor allem ökonomische Aspekte, persönlich glaube ich aber, dass wir den Zafira Tourer in Deutschland behalten müssen, weil alles andere nur schwer vermittelbar wäre.“ Ein Opel-Sprecher wollte sich zum Thema nicht äußern.

In Rüsselsheim bauen 3.200 Mitarbeiter den Insignia und den Astra Fünftürer, in Ellesmere Port werden der Astra und der Astra Sports Tourer von 1.880 Mitarbeitern gebaut. Nach dem Januar 2015 soll der seit Anfang 2012 verfügbare Zafira Tourer in einem anderen Werk gebaut werden, doch mindestens ein halbes Jahr zuvor muss dort der Aufbau der Fertigungslinie starten.
In den ersten vier Monaten 2013 schrumpften die Neuzulassungen der Zafira-Baureihe um 41,4 Prozent gegenüber Vorjahr.

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