13Feb/09

Auch Premiummarken profitieren von Abwrackprämie

Nach wie vor profitierten einer Automobilwoche-Umfrage zufolge besonders Kleinwagen von der staatlichen Finanzspritze. Peugeot-Deutschland-Chef Olivier Dardart erwartet 12.000 Prämien-Verkäufe. Die Bestellungen stiegen im Januar um über 80 Prozent, weil die Händler „vor allem ihre Bestände im Kleinwagenbereich schnell abverkaufen“. Bei Fiat reduzieren sich derzeit die Lagerbestände drastisch, mancher Händler fühle sich „sogar an die Zeiten der Wiedervereinigung erinnert“, sagt ein Fiat-Sprecher. Bei der AVAG seien einige Modelle bereits ausverkauft, sagte Vorstandschef Volker Borkowski. Bisher gingen 1.200 Aufträge für Prämien-Fahrzeuge ein, bis Ende März rechnet Borkowski mit weiteren 3.000 Bestellungen.

13Feb/09

ATU streicht 900 Stellen

Gewerkschaftssekretär Maier befürchtet weitere Kündigungen: „Wenn man durch Personalabbau die Filialen schwächt, kann man die Umsatzvorgaben nicht erfüllen, und im Sommer steht die nächste Entlassungswelle bevor.“

Die Mitarbeiter selbst wurden von den Kündigungen völlig überrascht. Noch im November hatte ATU-Chef Michael Kern im Automobilwoche-Interview gesagt, es sei „für 2009 zum heutigen Tag kein Stellenabbau geplant“. Auch ein schwaches Wintergeschäft würde keinen Stellenabbau nach sich ziehen, betonte Kern damals und bekräftigte dies auch in der ATU-Mitarbeiterzeitung kurz vor Weihnachten.

13Feb/09

VW: Elektro-Antrieb muss noch reifen

Im Gegensatz zu Daimler werde Volkswagen auch nicht mit einem Partner direkt in die Batteriefertigung einsteigen. „Wir wollen keine Batterie bauen, aber wir wollen sie ins Fahrzeug integrieren. Wir halten uns mit Ankündigungen hier lieber norddeutsch zurück“, stellte Hackenberg klar. VW beschäftige sich intensiv mit der Technologie und lerne Schritt für Schritt, sie „bis in die letzten Details“ zu verstehen. Die Fahrzeuge der künftigen Kleinwagen-Familie „Up“ wolle das Unternehmen dazu nutzen, um die Kunden in großem Stil an Elektro-Antriebe heranzuführen.

Der Entwicklungsvorstand kündigte zugleich ein deutlich sportlicheres Design des neuen VW Polo an, der im Frühjahr präsentiert werden soll. Der Wagen werde „mehr Emotionen wecken“. Zugleich solle er den unternehmenseigenen Ansprüchen genügen – und damit “gesamttestsiegfähig“ sein. Mit Blick auf das obere Ende der Produktpalette bestätigte Hackenberg, dass ein Nachfolger der Volkswagen-Luxuslimousine Phaeton in Planung ist. Er gehe davon aus, dass der Name für das Topmodell der Marke nicht geändert werde, meinte Hackenberg, ohne sich auf einen konkreten Vorstellungstermin festzulegen: „Wir wollen jetzt zunächst sukzessive die Attraktivität der aktuellen Generation steigern“. Nach Informationen der Automobilwoche wird der Phaeton II aus Kostengründen die Vorderachse des A8-Nachfolgers (Projektcode D4) der VW-Tochter Audi erhalten und die Hinterachse des aktuellen Audi A6 (C6). Wichtige Fahrwerksbauteile wie die Querlenker sowie die Bremsen soll sich der Phaeton II dabei mit dem nächsten Audi A6 (C7) teilen.

13Feb/09

Bosch gegen Rettungsschirm für Schaeffler, VW dafür

Offiziell wollte sich Bosch zu dem Thema nicht äußern. Geschäftsführer Franz Fehrenbach hatte am Dienstagabend in Stuttgart zum Thema Staatshilfen im Allgemeinen gesagt: „Der Staat darf nicht zum Reparaturbetrieb der Wirtschaft werden.“ Wenn der Staat angeschlagenen Unternehmen helfe, benachteilige das die gesunden Unternehmen. Fehrenbach: „Einen Rettungsschirm für einzelne Unternehmen sehe ich als einen zu massiven Eingriff des Staates.“ Bosch hatte in den vergangenen Jahren zahlreiche Übernahmen aus eigener Kraft finanziert.

VW-Vorstandschef Martin Winterkorn hingegen befürwortet einen Rettungsplan für Schaeffler: „Wir haben ein Interesse daran, dass uns Continental und Schaeffler als Lieferanten erhalten bleiben“, sagte Winterkorn am Rande der Eröffnung des neuen Porsche-Museums in Stuttgart der Automobilwoche. Staatshilfen für seine Wettbewerber lehnt der VW-Chef dagegen ab: „Das ist nicht gut für den Wettbewerb, was da passiert“, sagte Winterkorn zu den angekündigten Milliardenhilfen des französischen Staates für Renault und Nissan. Das bedeute aber nicht, so Winterkorn, dass auch VW solche Hilfen wolle.

13Feb/09

BMW senkt den CO2-Ausstoß

BMW hat weltweit bereits mehr als eine Million Fahrzeuge mit Efficient Dynamics verkauft. Damit ist es dem Unternehmen gelungen, sogar in Märkten mit strenger CO2-Steuer wie Frankreich Marktanteile zu gewinnen. Aktuell sind bei BMW 22 Fahrzeuge im Angebot, die höchstens 140 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Nach den Vorgaben der EU-Kommission muss der Konzern, einschließlich Mini, ab 2012 mit 65 Prozent seiner Autos einen Durchschnittswert von 137 Gramm CO2 erreichen. Bis 2015 muss die gesamte Flotte diesen Wert aufweisen, oder es werden Strafzahlungen fällig. BMW hat das Ziel, solche Zahlungen an die EU zu vermeiden.