Porsche-Betriebsratschef Hück rechnet nicht mit Stellenabbau durch E-Mobilität

Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück hält die Sorge um einen massiven Stellenabbau in der Autoindustrie durch den Wandel hin zur Elektromobilität für unbegründet. „Es nützt ja nichts, wenn der Hufschmied Angst bekommt, nur weil er ein Fahrrad sieht“, sagte Hück der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche.

Auch in den 90er-Jahren sei das Horrorszenario der menschenleeren Fabrik nach dem Einzug der Roboter nicht eingetreten. „Es hat sich gezeigt, dass wir die Technologie gebraucht haben und trotzdem enorm viele Jobs schaffen konnten. So wird es auch bei der E-Mobilität sein.“ Daimler-Betriebsratschef Michael Brecht hatte jüngst davor gewarnt, dass ohne ein Gegensteuern in der Motoren- und Aggregateproduktion des Konzerns nur einer von sieben Jobs übrig bleibe.

Hück hält es für wahrscheinlich, dass die Zahl der Porsche-Beschäftigten bis Ende des Jahrzehnts von derzeit rund 28.000 auf 30.000 steigen wird. „Das kann gut sein, ist aber Nebensache“, sagte er. „Wir müssen die Fahrzeuge auf die Straße bringen, die unsere Kunden kaufen wollen. Auch neue Märkte wie China steigern den Absatz. Wenn wir dafür mehr Personal brauchen, dann werden wir dieses einstellen.“ Allein für den rein elektrischen Mission E, der von 2019 an produziert werden soll, schafft Porsche in den nächsten Jahren 1.400 Jobs.

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