Probleme in der 911-Produktion

 Stuttgart – Porsche bekommt die Fertigungsprobleme im Rohbau des Sportwagens 911 nicht in den Griff und arbeitet deshalb mit zusätzlichen Nachtschichten. „Das Nieten der Aluminiumteile funktioniert nicht wie geplant. Um die vorgesehenen Stückzahlen zu erreichen, wird eine weitere Schicht gebraucht“, sagte ein Insider der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche.
Porsche verwendet in der Karosserie des 911 mit dem internen Kürzel 991 in großem Umfang Aluminium. Damit sollte der Trend zu einem steigenden Fahrzeuggewicht gestoppt werden. Offensichtlich ist die Fügetechnik bei Aluminium schwieriger als gedacht.

Ursprünglich wollte der Stuttgarter Sportwagenhersteller im Zweischicht-Betrieb täglich 200 Fahrzeuge fertigen. Wegen der Fertigungsprobleme braucht er dazu aber eine Nachtschicht, die gemäß Tarifvertrag mit einem Aufschlag von 30 Prozent vergütet werden muss. „Karosseriebau und Lackierei fahren zusätzlich eine reduzierte Nachtschicht“, bestätigte Porsche. Gründe dafür seien aber die gute Nachfrage für die Baureihe 911 und den Boxster/Cayman sowie Effizienzverbesserungen in der Montage.

Ein weiterer Informant der Automobilwoche bestätigte die Fertigungsprobleme, betonte aber, dass die Qualität der Fahrzeuge nicht beeinträchtigt sei. Noch ist unklar, wie lange die zusätzliche Nachschicht weiter laufen soll. In Unternehmenskreisen heißt es, der Drei-Schichtbetrieb sei wegen der weltweit guten Nachfrage bis Ende 2014 nötig.

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