Reifenlager deutlich besser gefüllt als 2010

 Bonn/Hanau – Nach den Engpässen im vergangenen Winter haben die deutschen Reifenhändler nun um 19 Prozent höhere Bestände an Winterreifen angelegt als im Vorjahreszeitraum. „Damit ist der Handel dieses Jahr bestandsseitig gut gerüstet für das laufende Winterreifengeschäft“, sagte Peter Hülzer, Vorsitzender des Bundesverbands Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV), der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche.
Die Wintersaison habe sehr gut begonnen, ergänzte Hülzers Verbandskollege Hans-Jürgen Drechsler. Dies zeigen auch die Verkaufszahlen des Handels – im September lagen sie 15 Prozent über Vorjahr. Bei Auto-Teile-Unger (ATU), einem der größten Reifenhändler Deutschlands, lag der Umsatz mit Winterreifen im September einem Sprecher zufolge im zweistelligen Prozentbereich über Vorjahr.

„Das Jahr 2011 wird voraussichtlich ein weiteres gutes Jahr für den Reifenhandel in Deutschland“, betonte Goodyear-Dunlop-Deutschlandchef Rainer Landwehr in der Automobilwoche und fügte hinzu: „Unsere Kapazitäten sind derzeitig vollständig ausgelastet“. Es gebe zwar „Flexibilitätsreserven“, sollte sich der Markt aber besser entwickeln als erwartet, könne es zu Engpässen kommen. Er gehe davon aus, dass sich der Gesamtmarkt in etwa auf dem Niveau des Jahres 2010 behaupten wird.

Mit 52,3 Millionen verkauften Pkw-Reifen war 2010 ein sehr gutes Jahr für die Reifenbranche, die 27,4 Millionen verkauften Winterreifen stellten einen Rekord dar. Dieser Spitzenwert könne in der laufenden Saison nur erreicht werden, wenn in Deutschland flächendeckend winterliche Verhältnisse eintreten und der Bundesrat sich noch dazu entschließen sollte, die Mindestprofiltiefe für Winterreifen von derzeit 1,6 auf dann vier Millimeter anzuheben, erklärte Hülzer.

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