Schaeffler-Vorstandschef Rosenfeld peilt EBIT-Marge von 12 bis 13 Prozent an

 Herzogenaurach – Der Automobilzulieferer Schaeffler rechnet für das Jahr 2014 mit einem Ergebnis deutlich über dem Branchenniveau. „Für dieses Jahr peilen wir eine EBIT-Marge von 12 bis 13 Prozent an. Das ist aus meiner Sicht eine Größenordnung, an der wir uns langfristig orientieren sollten“, sagte Schaeffler-Vorstandschef Klaus Rosenfeld im Interview mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche.

Nach seinen Worten verzeichnete die Schaeffler-Gruppe ein starkes erstes Halbjahr: „Dieser Trend hat sich auch im 3. Quartal fortgesetzt. Natürlich gibt es hier und da Anzeichen, dass sich die konjunkturelle Entwicklung eintrüben könnte.“ Zudem gebe es geopolitische Unsicherheiten und Marktrisiken, die schwer einzuschätzen seien. „An der grundsätzlich positiven konjunkturellen Grundausrichtung insbesondere in den großen Schlüsselmärkten hat sich aber aus meiner Sicht nichts geändert. Als global tätiges Unternehmen bleiben wir daher auch für das nächste Jahr verhalten optimistisch“, betonte Rosenfeld.

Der hohe Schuldenstand sei kein Grund zur Sorge. Die geschaffene Struktur sei tragfähig, sagte Rosenfeld: „Wir generieren ausreichend Cashflows, um unsere Wachstumsinvestitionen aus eigener Kraft zu finanzieren. Die Zinslast haben wir nahezu halbiert. Es verbleiben nachhaltig positive Free Cashflows. Wenn man vergleicht, wo wir 2009 und 2010 standen, hat sich die Situation signifikant verbessert.“

Für die baldige Zukunft seien zunächst keine Zukäufe geplant. „Stattdessen konzentrieren wir uns wie bisher auf unser organisches Wachstumspotenzial. Gleichzeitig ist in einem innovativ und modern geführten Unternehmen die regelmäßige Überprüfung und die ständige Weiterentwicklung des Geschäftsportfolios eine Selbstverständlichkeit. Hier gibt es sicherlich Nachholbedarf“, so Rosenfeld.

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