Schlüsseltechnologien mit gut organisierten Clustern in Deutschland halten

Vor dem Hintergrund der möglichen Übernahme des Roboterherstellers Kuka durch chinesische Investoren warnt der Chef des Fraunhofer Instituts IPA vor einer weiteren Abwanderung von Schlüsseltechnologien wie Mikroelektronik und Fotovoltaik aus Deutschland.

„Wenn sich Forschungseinrichtungen, große Unternehmen und Mittelständler optimal ergänzen und von der Politik unterstützt werden, wird es schwer für andere, dagegen anzukommen“, sagte Thomas Bauernhansl der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Gut organisierte Cluster, wie etwa in der Region Stuttgart für die Automobilindustrie, könnten die Abwanderung verhindern.

Nach seiner Einschätzung bauen in 20 bis 30 Jahren Roboter selbst Roboter. „Ich bin überzeugt, dass Roboter in der ferneren Zukunft die komplette Wertschöpfung übernehmen und es kaum noch Menschen in den Fabriken gibt“, sagte er.
Stark standardisierte Prozesse würden von Robotern erledigt, auch im Einkauf, in der Planung oder im Vertrieb. Schon jetzt könne man bei Banken oder Versicherungen den Filialabbau beobachten, unterstrich Bauernhansl: „Da gibt es deutlich weniger Filialen, in denen noch Menschen arbeiten. Ikea ist eigentlich nur noch eine Lagerhalle, in der der Kunde die meisten Arbeitsschritte selbst durchführt.“

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