Schweizer Unternehmen erklimmt Spitze des deutschen Autohandels

 München – Die Schweizer Emil Frey Gruppe hat die Augsburger AVAG 2013 als größten Autohändler in Deutschland verdrängt. Zum ersten Mal liegt der deutsche Teil des Schweizer Konzerns im Ranking der 100 größten Handelsgruppen der Bundesrepublik auf Platz eins.

Das berichtet die Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche, die die Übersicht seit 2007 in Zusammenarbeit mit dem Geislinger Institut für Automobilwirtschaft (IFA) veröffentlicht.

Während der deutsche Teil der Emil-Frey-Gruppe 2013 seinen Umsatz auf 1,45 Milliarden Euro steigerte, musste die AVAG 2013 einen Umsatzrückgang auf 1,31 Milliarden hinnehmen. Auf Platz drei kam die Ratinger Handelsgruppe Gottfried Schultz (1,28 Milliarden) vor der Feser-Graf-Gruppe aus Nürnberg (1,02 Milliarden).

Emil Frey verdankt seinen ersten Platz im Umsatzranking vor allem dem starken Neuwagengeschäft mit fast eine Milliarde Euro Umsatz. Erst mit deutlichem Abstand folgt hier die Gottfried-Schultz-Gruppe vor der AVAG. Bei den Umsätzen in der Werkstatt und im Teilegeschäft machte die AVAG dagegen mehr als doppelt so viel Umsatz wie die Schweizer. Auch nach der Zahl der verkauften Neu- und Gebrauchtwagen lag die AVAG 2013 noch auf Platz eins.

Insgesamt machte das deutsche Kfz-Gewerbe 2013 einen Umsatz von 138,5 Milliarden Euro (2012 138,6 Milliarden Euro). Da der Umsatz mit Neuwagen um fast fünf Prozent einbrach, suchten viele Händler den Ausgleich im Gebrauchtwagengeschäft.

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