Smart will 2012 mehr als 100.000 Einheiten verkaufen

 Genf – Trotz mangelnder Produktneuheiten will der zu Daimler gehörende Kleinwagenhersteller Smart seinen Absatz stabil halten. „Das weltweite smart-Team arbeitet mit einem unglaublichen Engagement, um auch in 2012 wieder mehr als 100.000 Einheiten zu verkaufen. Im vergangenen Jahr haben wir schließlich sogar 102.000 Verkäufe geschafft“, sagte Smart-Chef Annette Winkler der Fachzeitschrift Automotive News Europe.

Der Nachfolger des Smart ForTwo und ein Smart-Viersitzer kommen beide erst in der ersten Hälfte des Jahres 2014 in den Markt. Die einzige Produktneuheit im Jahr 2012 ist die im Frühsommer startende Elektro-Version des ForTwo. Winkler: „Im Juni starten wir mit der Markteinführung unseres e-smart in Deutschland zum Preis von unter 19.000 Euro inklusive Mehrwertsteuer für das Basisfahrzeug sowie unter 70 Euro pro Monat für die Batteriemiete.“ Diese monatliche Miete werde unter anderem die Funktionsfähigkeit der Batterie für zehn Jahre garantieren.

Das Carsharing-Konzept Car2Go werde weiter ausgebaut: „Dabei sprechen wir über Flotten von 200 bis auch mal 1.000 Einheiten, wie beispielsweise erst Anfang dieser Woche für Ende April in Berlin angekündigt. Bis 2016 wollen wir mit Car2Go in 40 – 50 Städten in Europa und zusätzlich in 20 – 30 Städten in Nordamerika vertreten sein.“ Asien ist nach Darstellung der Managerin ein „zunehmend interessanterer Markt, den wir momentan prüfen“.

Zwei wesentliche Absatz-Treiber seien die weltweit größten Märkte China und die USA: Im vergangenen Jahr wurden in China 11.045 smart fortwo an Kunden übergeben. Seit Jahresbeginn sind es bereits knapp 3.000 Einheiten. In den USA hat Smart vergangenes Jahr gerade einmal 5.208 Fahrzeuge an Kunden übergeben. Seit Januar 2012 hat smart in den USA ein Absatzplus von rund 50% erzielt, so Winkler.

Weltweit setze das Unternehmen laut Winkler weiter auf Sondereditionen und Individualisierungen. Zudem spiele der Zeitgeist eine große Rolle: „Uns spielt eine gewisse gesellschaftliche Entwicklung – von status symbol zu status free – in die Karten.“