Tag Archives: Luxus

02Sep/12

Citroën etabliert DS als neue Luxus-Marke mit eigenem Vertrieb

 Paris – Citroën will seine DS-Linie zu einer eigenständigen Marke ausbauen und die Fahrzeuge in eigenen DS-Stores verkaufen. Damit folgen die Franzosen dem Beispiel von Mini, Lexus und Infiniti. „Wir führen den DS zurzeit in China als eigene Marke ein und wollen dieses Konzept Schritt für Schritt auch in Europa umsetzen“, sagte der für die DS-Linie verantwortliche Designchef Thierry Metroz der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche in Paris. Weiter

08Jan/12

Chinas Immobilienkrise drückt Import von deutschen Luxusautos

 Stuttgart – Die Angst vor dem Platzen der Immobilienblase in China drückt auch die Nachfrage nach teuren Luxusfahrzeugen aus Deutschland. Das auf China spezialisierte Prognose- und Beratungsunternehmen JSC rechnet in diesem Jahr mit einem Einbruch der Importe von 15 Prozent auf 850.000 Einheiten. „Dies wird sich vor allem auf die Gewinne der internationalen Hersteller auswirken, selbst wenn sie im Gesamtabsatz in China zulegen“, sagte JSC-Experte Jochen Siebert im Gespräch mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Davon besonders betroffen sind die deutschen Hersteller BMW, Mercedes und Porsche sowie internationale Luxusmarken wie Lamborghini, Ferrari und Bentley.

Dagegen dürfte Audi nach Sieberts Meinung ohne größere Schäden aus dem Nachfragetief hervorgehen: „Weil Audi nur zehn Prozent der Fahrzeuge importiert und mit der lokalen Produktion stark die unteren Segmente bedient, sind die Auswirkungen für die Marke begrenzt.“

Immobilienanalysten erwarten in diesem Jahr einen Preisverfall für Grundstücke und Häuser in China zwischen 20 und 25 Prozent. Damit steht und fällt die wirtschaftliche Entwicklung, da das Bruttoinlandsprodukt wesentlich von Immobilienpreisen und Infrastrukturinvestitionen getrieben wird. Auch die Finanzierung der Händler hängt stark vom Immobilienwert ab. Sie haben bereits 2011 auch im Premiumsegment mit Rabatten auf die schlechtere Nachfrage reagiert.

22Okt/11

Fiat CEO will Maserati-Absatz bis 2014 mehr als verzehnfachen

 Fiat-Chrysler CEO Sergio Marchionne hat klare Ziele für seine Luxus-Sportwagenmarken Ferrari und Maserati. “Ferrari tritt nicht gegen Bentley und Porsche an, sondern hat seine eigene Box”, sagt Marchionne im Interview mit Automotive News Europe. Ferrari werde deswegen – im Gegensatz zu Porsche – keinen SUV auf den Markt bringen. Auch werde die italienische Marke keinen Wettbewerber für den Porsche Panamera oder Aston Martin Rapide entwickeln. Der globale Ferrari-Absatz lag 2010 bei 6.570 Fahrzeugen. Dieses Jahr rechnet Marchionne mit 7.000. Mittelfristig soll das “absolute Limit” von 10.000 Einheiten erreicht werden, während 15.000 Einheiten “gefährlich” für die Einzigartigkeit der Marke“.

Mit der Marke Maserati indes will Marchionne die Marken Bentley und Porsche angreifen. “Wir haben stark in die Marke investiert und sie hat alle Elemente einer DNA, um in diesen Kampf zu gehen”, so Marchionne im Gespräch mit Automotive News Europe. Dank drei neuer Modelle soll der Absatz der Marke bis 2014 laut Marchionne von zuletzt 5.700 auf 55.000 – 60.000 Einheiten steigen. Treiber dieses Wachstums sind zwei sportliche Limousinen – eine kleiner, die andere etwas größer als das aktuelle Flaggschiff Quattroporte – sowie ein SUV ähnlich der Studie Kubang, die auf der IAA 2011 in Frankfurt/Main ihre Premiere feierte und mittelfristig 10.000 bis 15.000 Einheiten zum Jahresabsatz beitragen soll.

17Okt/11

Rolls Royce will vom wachsenden Vermögen weltweit profitieren

 Ungeachtet des Trends zu weniger Verbrauch und umweltfreundlicheren Fahrzeugen blickt Luxusautohersteller Rolls Royce optimistisch in die Zukunft. „Wir haben es mit Menschen zu tun, die ungewöhnlich wohlhabend sind und sich nie die Frage stellen: Kann ich mir das noch leisten oder nicht?“, sagte Firmenchef Torsten Müller-Ötvös im Gespräch mit der Fachzeitschrift Automotive News Europe. Er fügte hinzu, dass die Zahl der Superreichen weltweit wachse: „Derzeit gibt es rund 90.000 Ultra High Net Worth Individuals, in zehn Jahren rechnen wir mit 125.000 Menschen dieser Vermögensklasse.
Das macht mich auch optimistisch für unser Geschäft.“

Müller-Ötvös betonte, dass die Auftragsbücher von Rolls Royce gut gefüllt seien, derzeit werde im Dreischicht-Betrieb produziert: „Zudem ist die Marke Rolls-Royce sehr wertbeständig. Gerade in Zeiten unsicherer Investitionsmöglichkeiten stehen wir für ein sehr langfristiges Investment: 70 Prozent aller jemals gebauten Rolls-Royce fahren heute noch auf der Straße“, unterstrich der Manager.

Rolls-Royce will sein Portfolio erweitern – eventuell um en Ghost Coupé. Müller-Ötvös: „Wir haben viele Ideen – und keine Eile. Generell haben wir keine Pläne, Autos zu verkaufen, die unterhalb des aktuellen Ghost-Preises von 250.000 Euro positioniert sind. Auch Fahrzeuge über einer Million Euro kommen für mich nicht in Frage.“

Der Absatz der BMW Group-Marke lag 2010 bei 2.700 Fahrzeugen verkauft. Für 2011 erwartet Müller-Ötvös „ein weiteres Rekordjahr“, setzt sich aber auch klare Grenzen: „Auch wenn wir stetig wachsen, werden wir niemals in einen fünfstelligen Bereich vordringen.“