TV-Expertin Kallwass: Schon Grundschulkinder leiden an Burn out

 Berlin – TV-Expertin Angelika Kallwass sieht das Burn out-Syndrom in Deutschland selbst bei Jugendlichen weiter auf dem Vormarsch. „Selbst Kinder im Grundschulalter leiden inzwischen an Burn out-Syndromen, die ja weit gefächert sind“, sagte die Psychotherapeutin in der Sat.1-Sendung „Eins gegen Eins“ (Ausstrahlung am kommenden Montag um 23.30 Uhr). Das stimme „etwas fassungslos“. Zudem seien nach ihren Worten auch viele ältere Schüler, Studenten und junge Erwachsene betroffen. „Die Diagnose Burn out ist inzwischen auch in den Diagnosekatalog der Weltgesundheitsorganisation aufgenommen“. Damit sei das Syndrom als Krankheit anerkannt und werde auch zunehmend gestellt, betonte Kallwass. Allerdings antwortete sie auf die Frage, ob jeder Burn out bekommen könne, mit einem deutlichen „Nein“.

„Burn out bedeutet keine Kraft mehr zu haben, es nicht aus dem Bett heraus zu schaffen und auch nicht die Kraft zum Anziehen und Zähne putzen zu haben“, sagte der frühere Bankmanager und Burn out-Opfer Erhard Huber in der Sendung. Er sei in der Phase der Erkrankung ein „lebender Toter oder ein toter Lebendiger“ und warnte nachdrücklich vor einer Verharmlosung der Krankheit. er habe in dieser Phase an Alzheimer gelitten und „nicht mehr gewusst, dass ein Computer ein Computer ist.“

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