Ukraine-Krise: Analysten sehen mögliches Importverbot gelassen

 München – Trotz der jüngsten Eskalation der Ukraine-Krise und einem möglichen Importverbot Russlands für im Westen produzierte Autos sehen Experten die Lage gelassen. „Die Russland-Risiken sind im Markt schon eingepreist.

Auf die Kurse zumindest hätte eine Verschärfung der Krise zunächst kaum mehr Auswirkungen“, sagte Automobilexperte Jürgen Pieper von der Privatbank Metzler der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Er fügte hinzu: „Mehr Druck als die Nachfrageschwäche produziert der schwache Rubel“. Darauf reagiere die Industrie bereits mit stärkerer Produktion vor Ort in Russland. Zudem werde die Bedeutung Russlands für die deutsche Autoindustrie überschätzt: „Bei den Herstellern liegt der Absatz-Anteil des Russland-Geschäfts bei maximal drei Prozent, der Ergebnis-Anteil bei zwei bis drei Prozent.“

Auch Tim Schuldt, Autoanalyst bei der Wertpapierhandelsbank Equinet, sieht keinen Grund für Alarmismus: „Die Folgen für die westliche Autobranche dürften sich in Grenzen halten. Russland ist zwar ein hochmargiges Geschäft, aber es hat nur ein kleines Volumen.“

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