Umfrage: Zuversicht in der Autoindustrie

Das Astra-Werk im polnischen Gliwice „fährt bis Juni 16 Sonderschichten“. Bei Ford in Köln werde bis zum Jahresende mit drei Schichten am Tag geplant. „Der Auftragseingang lag in den ersten zwei Monaten – wohl auch wetterbedingt – 10 bis 15 Prozent unter 2008. Im März lagen wir vier Prozent über 2008“, bestätigt der scheidende Ford-Vertriebschef Jürgen Stackmann der Automobilwoche.

Zuversicht herrscht auch in der Zulieferer-Branche. „Das beständige Wachstum in Asien sowie die Wiederbelebung des Premiumsegments lassen uns Anzeichen einer konjunkturellen Erholung spüren“, erklärte Brose-Chef Jürgen Otto. Die Abrufzahlen bei dem Coburger Unternehmen seien im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr „um etwa 50 Prozent höher“, sagte Otto. „Dank dieser Ergebnisse haben wir unsere Prognose für 2010 nach oben korrigiert und rechnen 2010 mit einem Umsatzvolumen von rund drei Milliarden Euro.“ Im Vorjahr waren es 2,6 Milliarden Euro. ZF Friedrichshafen- Vorstandschef Hans-Georg Härter blickt ebenfalls „sehr optimistisch“ auf die kommenden Monate, „weil sich die Auftragseingänge sehr positiv stabilisiert haben.“ Das erste Quartal habe sich sehr positiv entwickelt. „Natürlich sind die Auftragseingänge des ersten Quartals das Geschäft des zweiten Quartals.“

Erste positive Signale verzeichnet auch der Handel: „Seit der Schnee weg ist, brummt das Geschäft“, sagt Burkhard Weller, Geschäftsführer der Weller-Gruppe. „Januar und Februar waren ganz schlecht, aber der Auftragseingang im März hat uns rausgerissen. Wir liegen jetzt in den ersten drei Monaten auf 100 Prozent.“ Volker Lange, Chef des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller VDIK, peilt für 2010 einen Marktanteil von 35 bis 36 Prozent an. „Die ersten positiven Anzeichen lassen einen Auto-Frühling erkennen.“ Der Absatz im ersten Quartal liege im Vergleich zum Geschäftsjahr 2008 „auf einem normalen Stand“.

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