US-Werk Chattanooga gilt im VW-Konzern als besonders produktiv

Chattanooga/ Wolfsburg – Das neue Volkswagen-Werk Chattanooga im Bundesstaat Tennessee ist der derzeit produktivste Standort des Konzerns. „Es wird das erste Werk sein, das vollumfänglich nach standardisierten Fertigungsmethoden aufgebaut sein wird“, sagte VW-Produktionsvorstand Michael Macht der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. „Wir haben hier das vorhandene Wissen aus unseren weltweiten Standorten zusammengefasst und starten gerade die Produktion unseres neuen US-Passat“, fügte der Manager hinzu. Aber auch die anderen 61 Konzernstandorte „sind in dieser Hinsicht bestens unterwegs.“

Mit Blick auf das vertrauliche Produktivitäts-Ranking des europäischen Harbour-Reports betonte Macht: „Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen, aber wir haben uns in den letzten zwei Jahren erheblich nach vorn entwickelt.“ Das Konzern-Produktionssystem sei in vollem Umfang beschrieben und werde an den Standorten umgesetzt, Ergebnisse seien bereits sichtbar. „Das, was die Mannschaft hier schon aufgesetzt hat, macht mir wirklich Freude“, sagte der Topmanager, der vor seinem Wechsel zu VW in Wolfsburg den Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche geführt hatte.

Als verheißungsvollen Ansatz für künftige Projekte zur Optimierung der Autoproduktion nannte Macht unter anderem ein Konzept, das an die Energierückgewinnung moderner Pkw erinnert: „So werden zum Beispiel unsere neuen Presswerke Servopressen haben, die über eine Rekuperation verfügen. Bei der Presse müssen Sie ja erstmal den Stempel hoch bewegen, das kostet Energie. Und beim Herunterfahren und Abbremsen des Stempels können wir dann einen Teil dieser Energie zurückgewinnen, da die neuen Pressenlinien über Servo-Direktantriebe mit hochdynamischen Torquemotoren verfügen.“ Machts optimistischer Ausblick: „In diesem Thema liegt eine große Dynamik – und jede Menge Potential“.

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