VDA-Präsident Wissmann hakt Diesel in den USA ab

VDA-Präsident Matthias Wissmann gibt Dieselautos in den USA keine Chance mehr. „Machen wir uns nichts vor: Die USA waren schon immer ein Benziner-Land. Im Pkw-Segment hat der Diesel in den USA derzeit einen Marktanteil von 0,1 Prozent. Das heißt: Der Diesel findet in diesem Bereich eigentlich nicht mehr statt“, sagte er im Interview mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche.

Auch die Treibstoffpreise sprächen eine deutliche Sprache: Die Gallone Superbenzin kostete derzeit etwas über 2,50 Dollar, die Gallone Diesel knapp drei Dollar. „Diesel ist also deutlich teurer als Super. Wer in den USA mitmischen will, muss ein überzeugendes Angebot an Benzinern haben, ergänzt um Plug-in-Hybride und rein batterieelektrische Modelle.“ Da seien die deutschen Hersteller gut aufgestellt, unterstrich der VDA-Präsident.

Scharfe Kritik übte Wissmann an den Steuerplänen von US-Präsident Donald Trump. Zwar sei nachvollziehbar, dass die USA mit ihrer Steuerreform die Weichen auf mehr Wachstum und mehr Investitionen stellen wollen. Der VDA-Chef: „Was unsere Unternehmen aber massiv stört, ist die geplante Gegenfinanzierung über konzerninterne Importsteuern, die sogenannte ‚Excise Tax’. Das würde die transatlantische Zusammenarbeit erheblich beeinträchtigen und trägt protektionistische Züge. Für die betroffenen Unternehmen stellt dies eine Doppelbesteuerung und damit eine Wettbewerbsverzerrung dar.“

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