Volvo: Keine Fahrzeuge aus China für den europäischen Markt

 Chengdu – Entgegen anders lautenden Berichten will der schwedische Autohersteller Volvo in seinem neuen chinesischen Werk keine kompletten Fahrzeuge für Europa bauen. Lediglich Komponenten aus der Fertigung in Chengdu sollen exportiert werden, sagte der designierte neue Einkaufs- und Produktionschef Lars Wrebo im Gespräch mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche: „Wir wollen komplexere und eher kleine Komponenten, wie insbesondere Elektronik-Bauteile, nach Europa bringen.“ Komplette Assistenzsysteme werde Volvo aber zunächst noch nicht aus China beziehen.

Konzernchef Håkan Samuelsson machte im Gespräch mit dem Fachblatt deutlich: Zwar könne er sich vorstellen, dass in China gefertigte Fahrzeuge künftig auch in andere Märkte geliefert werden: „Aber das hat keine Priorität, die Kapazitäten in China sind bis auf Weiteres vollständig für den chinesischen Markt bestimmt.“

Volvo will mit der im vierten Quartal startenden Serienfertigung in Chengdu seine ehrgeizigen Absatzziele umsetzen. Weltweit sollen bis 2020 rund 800.000 Fahrzeuge verkauft werden, 200.000 davon in China. im vergangenen Jahr verkaufte Volvo insgesamt 421.951 Einheiten.

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