VW-Tochter Lamborghini bietet ab 2017 SUV an

 Sant`Agata Bolognese – Die zum VW-Konzern gehörende italienische Luxusmarke Lamborghini will neben den Sportwagen Aventador und Huracán ab 2017 einen Offroader als dritte Baureihe anbieten.

„Das Lamborghini-SUV ist so gut wie beschlossen“, sagte ein Konzerninsider der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Der Wagen wird auf dem überarbeiteten Modularen Längsbaukasten des VW-Konzerns (MLB evo) basieren, den auch der nächste Porsche Cayenne nutzt. Wie der Porsche und der Rohbau des künftigen Geländewagens der britischen VW-Nobelmarke Bentley soll auch der Lamborghini im slowakischen Volkswagen-Werk Bratislava entstehen. Dort hatte VW im vergangenen November die konzernweit größte Presse für Metallteile in Betrieb genommen. Ein wichtiger Vorzug der neuen Anlage ist, dass sie sowohl Stahl- als auch Aluminiumbleche verarbeiten kann. In künftigen Generationen seiner Geländewagen will VW verstärkt Leichtmetall einsetzen, um das Gewicht und damit den Spritverbrauch zu senken.

Vom Lamborghini-SUV ist auch eine Version mit Hybridantrieb geplant. Markenchef Stephan Winkelmann zielt mit der neuen Baureihe vor allem auf den Wachstumsmarkt China sowie die USA und den arabischen Raum. Auf der Auto-Messe in Peking hatte Lamborghini mit der Studie „Urus“ (lateinisch: Ur-Stier) vor zwei Jahren einen Ausblick auf einen Geländewagen gegeben. Mit fast fünf Metern Länge wies der knapp zwei Meter breite Viertürer Urus bei einer Höhe von nur 1,66 Metern die markentypisch spektakulären Proportionen auf. In Bratislava lässt der VW-Konzern derzeit neben den schweren Geländewagen VW Touareg und Audi Q7 die Klein­wagen VW Up, Škoda Citigo und ­Seat Mii produzieren sowie Getriebe montieren. Auch das Elektroauto E-Up von Volkswagen wird in der Slowakischen Republik gebaut.

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