VW will 2020 mit SUVs und Limousinen bei E-Autos durchstarten

Volkswagen hat seinen späten Markteintritt bei der Elektromobilität im Jahr 2020 verteidigt. „Wer mit seinen Investitionen früh gestartet ist, hat sich vielleicht den Pionier erkauft, aber nicht den Markterfolg“, sagte Christian Senger, Leiter Baureihe e-Mobility des VW-Konzerns, im Interview mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche.

Er fügte hinzu: „2017 wird das Jahr der großen Operative. Wir binden Zulieferer jetzt verbindlich ein und planen den Werksausbau im Detail. Damit im Jahr 2020 eine neue Generation von Volkswagen-Autos an den Start gehen kann.“
Den jetzt schon verfügbaren E-Versionen von Golf und Up folge der VW I.D.. „Wir werden zudem weitere Fahrzeugvarianten bringen. SUVs und auch das Segment der Limousinen sind auf Basis des MEB denkbar. Wir werden mit dem Startschuss des I.D. ein schnelles Ausrollen der Varianten haben“, kündigte Senger an.

Generell würden die Entwicklungszeiten kürzer: „E-Fahrzeuge sind weniger komplex. Wir müssen unser time-to-market in der Elektromobilität verkürzen“, betonte Senger. Die Fahrzeuge auf der Basis des VW-eigenen Modularen Elektrifizierungs-Baukastens (MEB) seien völlig anders. „Der MEB ist kein Auto ohne Auspuff. Es ist eher ein Tablet auf Rädern, ein fahrendes, elektrisches Device. Wir sind in der Lage, Software-Updates zu machen, wie es sonst nur für hochpreisige Fahrzeuge gedacht ist.“ Zugleich werde sich auch die komplette Architektur der Fahrzeuge ändern, mit größeren Innenräumen beispielsweise. „Der VW I.D. zum Beispiel ist kürzer als ein Golf, hat aber mehr Innenraum als ein Passat“, unterstrich Senger.

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