VW-Finanzchef Pötsch warnt vor Inflation

Zwar würden die Notenbanken in vielen Ländern daran arbeiten, „mithilfe expansiver Geldpolitik dem entgegenzuwirken“. Durch niedrige Leitzinsen und stark erhöhte Liquidität werde „versucht, das Wachstum zu stützen sowie Staaten und Banken durch gesenkte Finanzierungskosten zu stabilisieren“.

Allerdings räumt der VW-Finanzchef ein: „Mittelfristig birgt dieses Vorgehen jedoch auch das Risiko einer höheren Inflation, die das Wirtschaftssystem in erheblichem Maße destabilisieren könnte.“ So flüchteten inzwischen viele Marktteilnehmer „in Realwerte wie Gold, Aktien, Rohstoffe und Immobilien. Spekulative Blasen werden so gefördert“, mahnt der Topmanager – auch mit Blick auf das Reich der Mitte: „Beispielsweise deutet vieles darauf hin, dass an den chinesischen Immobilienmärkten eine Blase entstanden ist. Durch die starke Vernetzung der Weltwirtschaft könnte sich ein Platzen dieser Blase rasant auch auf andere Nationen auswirken, wie erst kürzlich die Immobilienkrise in den USA gezeigt hat.“
Gegenüber der Automobilwoche resümierte Pötsch: „Es besteht kein Grund zur Panikmache. Aber wir müssen sehr, sehr achtsam bleiben“.

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