Wissmann warnt vor Kippen des so genannten „Dienstwagenprivilegs“

 Berlin – VDA-Präsident Matthias Wissmann hat mit Blick auf die Beschäftigungszahlen in der deutschen Automobilindustrie vor der Streichung des so genannten „Dienstwagenprivilegs“ gewarnt. „Eine Gefährdung des Firmenwagenmarkts, an dem die deutschen Marken den höchsten Anteil haben, ginge voll zulasten der heimischen Anbieter und ihrer Arbeitsplätze“, sagte Wissmann im Gespräch mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Er merkte an: „Viele glauben, Firmenwagen seien meist oberste Premiumklasse. Der weit überwiegende Teil stammt aus der Kompakt- und Mittelklasse und wird von Pflegediensten, Handelsvertretern oder Außendienstlern genutzt. Hier stehen einige Hunderttausend Autos auf dem Spiel.“

Beim Autoabsatz auf wichtigen europäischen Märkten erwartet Wissmann derzeit keine Besserung: „An der schwierigen Situation in Westeuropa wird sich kaum etwas grundlegend ändern.“ Durch die Krise hätten Menschen in einigen Ländern Südeuropas Vorhaben wie Urlaub und Autokauf zurückgestellt. Zwar baue sich ein „Nachholbedarf“ auf. Allerdings: „Noch weiß niemand, ob sich der Knoten im nächsten Jahr oder erst 2015 löst“, unterstrich der Chef des Verbands der Automobilindustrie (VDA).

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