ZDK will Bürokratie im Autohandel abbauen

 Präsident Rademacher: „Wir wollen in Brüssel Einfluss nehmen“

Köln – Angesichts ständig wachsender Informationspflichten des Autohandels für Verbraucher plädiert der Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK) für einen radikalen Bürokratieabbau. „Inzwischen muss – bildlich gesprochen – für jeden Kaufvorgang ein ganzer Baum gefällt werden, um das nötige Papier zu produzieren“, sagte ZDK-Präsident Robert Rademacher im Interview mit der Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche. Mit Blick auf gesetzlich vorgeschriebene Informationen zu Krediten, Versicherungen und demnächst zur Reifenkennzeichnung fügte er hinzu: „Das Mehr an Informationen ist für den Verbraucher nicht mehr überschaubar und daher kontraproduktiv.“

Da eine Vielzahl der Vorgaben auf europäischem Recht beruhten, will der ZDK hier aktiv werden: „Wir werden in Brüssel unseren Einfluss geltend machen, um die Flut an Informationen rund um den Autokauf einzudämmen.“ Rademacher nannte als Beispiel die nun vorgeschriebenen Werte zu den Energieträgerkosten. Sie basieren auf einem Kraftstoffpreis, der jährlich zum 30. Juni vom Bundeswirtschaftsministerium festgesetzt wird: „Wie volatil der tatsächliche Wert ist, erleben wir Woche für Woche an den Zapfsäulen.“

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