Magazin: Auch Zeugen können sich irren

In jeder Gerichtsserie im Fernsehen macht der Zeuge den Unterschied – für die Verurteilung oder den Freispruch. Im wahren Leben ist das ganz anders! Die Zeugen sind nicht immer so verlässlich wie ein Drehbuch – und das Grund dafür ist völlig natürlich.

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Beitrag:

O-Ton: Vor Gericht und in Gottes Hand bist Du ganz allein – das hat ja seine Ursache. – Länge 4 sec.

…sagt Gesine Reisert von der Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins. Denn alle Beteiligten im Prozess sind vor Fehlern nicht gefeit. Beispielsweise Zeugen glauben häufig, sie haben alles ganz genau gesehen.

O-Ton: Das ist aber eine Illusion. Keiner kann immer alles sicher und mit der Treffsicherheit wahr nehmen. Nicht ohne Grund unterscheidet sich das ja auch immer erheblich, was sich tatsächlich zugetragen hat, wenn auch nur zwei Menschen im Streit gewesen sind. Jeder, der einen Ehestreit hatte, der einen Streit mit seinen besten Freunden hatte, wird dieses Ergebnis für sich rekapitulieren und wach rufen können. Missverständnisse sind bei Menschen, die kommunizieren, vorprogrammiert. Und so ist es auch im Gerichtssaal. – Länge 25 sec

So weit, so gut! Aber wie kann man dann Fehler vermeiden? Gerade im Verkehrsrecht geht es ja um nicht so banale Dinge.

O-Ton: Viele reagieren rein optisch auf Knallen, auf Geräusche, auf Zusammenstöße. Und richten dann ihre Aufmerksamkeit zu dem Geschehen und versuchen sich zu erklären, wie ist das entstanden. Das ist nicht böswillig, sondern sie versuchen aus einer Endstellung zu schlußfolgern, was ist denn vorher passiert. – Länge 14 sec.

Um die Wahrheit tatsächlich herauszufinden, kommen für Anwälte dann auch Gutachter ins Spiel oder andere Zeugen. Einem allein sollte man nicht glauben, sagt Gesine Reisert:

O-Ton: Ich habe nur etwas dagegen, blind alles zu übernehmen und zu glauben, das ist das sicherste Beweismittel, denn: Der hat es ja gesehen…… – Länge 7 sec.

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