O-Ton, Magazin + Gespräch: Tipps zum Energiesparen

Dr. Holger Krawinkel, Energieexperte beim Bundesverband der Verbraucherzentrale, gibt Tipps zum einfachen Energiesparen:

O-Ton: Das sind im Prinzip die drei Maßnahmen: also Beleuchtung – da kann ich kurzfristig etwas machen. Die Energiesparlampen sind auch nicht besonders teuer. Der zweite Schritt sind diese schaltbaren Steckerleisten, um meine elektronischen Geräte – Fernsehgeräte, Faxgeräte usw. – auch wirklich abzuschalten, wenn ich sie nicht brauche. Und der dritte Bereich sind einige Großgeräte – in der Regel die Kühlschränke und Gefriertruhen. Bei den anderen – Waschmaschinen und Geschirrspüler – sind die Unterschiede zwischen den alten Geräten und den neuen Geräten nicht so groß. Da würde ich wirklich warten, bis das Gerät tatsächlich den Geist aufgegeben hat und dann würde ich es austauschen. – Länge 30 sec.

Bei Fragen sollte man sich von einem Elektrohandwerker, Energieberater oder Architekten in der Nähe beraten lassen, also dem Fachpublikum der Messe.

Kollegengespräch: Deutsche verschenken 14 Milliarden Euro pro Jahr durch ungenutzte Energie-Einsparpotenziale

Anmoderation: Die Bundesbürger verschenken jährlich 14 Milliarden Euro, weil sie Möglichkeiten zum Energiesparen nicht nutzen. Das ergab eine Umfrage der Messe Frankfurt zur Light+Building, der Weltleitmesse für Architektur und Technik in Frankfurt/M. Und weiter: Mehr als 80 Prozent der Deutschen unterschätzen die Energie-Einsparpotenziale im eigenen Haushalt.

Antonia Esser in Frankfurt:

1. Wir reden doch schon seit langem über Energiesparen, woran liegt es denn, dass immer noch so viel Geld im wahrsten Sinne des Wortes zum Fenster rausgeht?

Die Antwort ist relativ simpel: Reden allein genügt nicht! Nur ein Drittel der Bundesbürger informiert sich regelmäßig, wie im eigenen Haushalt Energie eingespart werden kann, sagen beispielsweise die Experten der Messe Frankfurt. Rund 2.200 Aussteller sind bei der Fachmesse Light+Building 2010 dabei und zeigen, was in Zukunft beim Energiesparen effektiv und angesagt ist sowie obendrein auch noch schön aussehen kann.

2. Wenn das eine Fachmesse ist, wo kann ich mich da als Verbraucher informieren?

Na, erstens sind die neuesten Messetrends sofort verfügbar – und zweitens beraten Elektrohandwerker, Energieberater, Architekten, Planer und viele andere mehr, also das Fachpublikum der Messe, dazu gern. Und drittens haben wir auch beim Bundesverband der Verbraucherzentrale nach gefragt, was man sofort daheim umsetzen kann. Energieexperte Holger Krawinkel empfiehlt unbedingt den Abschied von der Uralt-Glühbirne:

O-Ton: Sie sind natürlich wenig effizient, verbrauchen viel Strom und heizen eigentlich mehr, als dass sie für die Beleuchtung sorgen. Deswegen ist es sehr sinnvoll auf Energiesparlampen umzustellen. Da wird es auch neue Technologien geben, so genannte LEDs. – Länge 12 sec.

Und: Licht lässt sich immer mehr intelligent steuern – durch Sensoren, Bewegungsmelder oder Dimmer. Da sollte man sich einfach mal beraten lassen, was für die eigenen vier Wände am besten passt.

3. Neben Licht sind ja Waschmaschinen usw. die größten Stromfresser. Soll ich die jetzt einfach entsorgen?

Kommt drauf an: Waschmaschinen und Geschirrspüler, so der Tipp, nicht unbedingt. Aber gerade ältere Kühlschränke und Gefriertruhen können pure Stromfresser sein. Holger Krawinkel:

O-Ton: Da empfiehlt es sich, mal ein Messgerät auszuleihen und zu sehen, was verbraucht der Kühlschrank, was verbraucht die Gefriertruhe, um dann zu entscheiden, ob das Gerät eventuell ausgetauscht werden soll. – Länge 10 sec.

Mit einem intelligenten Stromzähler – Fachleute sprechen von einem „Smart Meter“ – kann man den Verbrauch und auch günstigere Stromtarife genau bestimmen. Je nach Gerät wird das dann ganz bequem auf dem Display angezeigt, mit oft verblüffenden Zahlen, was der alte Kühlschrank oder die betagte Gefriertruhe verbraucht. Sind die Geräte deutlich älteren Datums, ist die Neuanschaffung meist die günstigste Variante – weil sich der Kauf schon innerhalb kurzer Zeit dank geringerer Stromrechnung bezahlt macht. Weiteres Geld lässt sich sparen, indem man etwa die Spülmaschine erst im günstigeren Nachttarif einschaltet.

Verabschiedung.

Magazin: Energiespartipps für den Haushalt

Anmoderation: Die gute alte 100 Watt-Glühbirne ist schon Geschichte, bald kommt auch das Aus für geringere Stärken. Energiesparlampen und LED-Technologie nehmen ihren Platz ein. Aber es tut sich noch weit mehr. Die Light+Building 2010 ist die Weltleitmesse für Architektur und Technik in Frankfurt, da werden die neuesten Trends präsentiert. Das Schwerpunkthema der Messe in diesem Jahr lautet Energieeffizienz.

Beitrag:

Zum Auftakt eine Zahl aus dem jüngst beschlossenen Bundeshaushalt 2010: Der Verkehrsminister kann über reichlich 14 Milliarden Euro für Investitionen verfügen – und das sind mehr als die Hälfte der gesamten Investitionsausgaben des Bundes.

O-Ton: SFX (Münzenklappern)

14 Milliarden Euro verschenken die Bundesbürger aber auch jährlich allein dadurch, dass sie Möglichkeiten zum Energiesparen nicht nutzen! Das ergab eine Umfrage der Messe Frankfurt zum Auftakt der Fachmesse Light+Building.

O-Ton: SFX (Münzenklappern)

Aber: Wie kann man nun persönlich ein bisschen von der gigantischen Summe einsparen? Holger Krawinkel, Energieexperte beim Bundesverband der Verbraucherzentrale, empfiehlt einen Mix – am Anfang steht der Einsatz von Energiesparlampen:

O-Ton: Die Technik ist sehr vielfältig, da kann ich sicher davon ausgehen, dass sich LEDs oder später auch organische LEDs viel stärker auf dem Markt durchsetzen werden als das vielleicht bei Energiesparlampen heutiger Prägung der Fall ist. – Länge 13 sec.

Große Hersteller investieren viel Geld in die Forschung, in Frankfurt werden da erstaunliche Ergebnisse gezeigt. Daheim kann man aber auch jetzt schon sparen – nicht nur bei den Lampen:

O-Ton: Das ist eine Maßnahme, die andere Maßnahme ist die Verwendung von schaltbaren Steckerleisten, um Geräte, die im Stand by-Verbrauch sind und nicht wirklich abgeschaltet werden können, tatsächlich vom Netz zu trennen. – Länge 12 sec.

Tipp Nummer drei: Man sollte man genau prüfen, was der alte Kühlschrank oder die betagte Gefriertruhe verbraucht. Sind die Geräte deutlich älteren Datums, ist die Neuanschaffung meist die günstigste Variante – weil sich der Kauf schon innerhalb kurzer Zeit dank geringerer Stromrechnung bezahlt macht. Mit einem intelligenten Stromzähler – Fachleute sprechen von einem „Smart Meter“ – kann man den Verbrauch und den günstigsten Stromtarif genau bestimmen.

O-Ton: SFX (Münzenklappern)
   
Wer jetzt sagt: Das klingt mir alles zu kompliziert – kein Problem! Bei der Light+Building in Frankfurt werden nicht nur die neuesten Trends gezeigt – sie sind danach auch sofort verfügbar. Elektrohandwerker, Energieberater, Architekten, Planer und viele andere mehr, also das Fachpublikum der Messe, beraten dazu gern.

Absage

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