Magna verschiebt Opel-Entscheidung

Damit ist auch der 15. Juli als Stichtag hinfällig, den Magna-Co-Chef Siegfried Wolf für die Vorlage eines Vorvertrags mit Opel geplant hatte. „Es müssten noch Koordinationsfragen für den Termin geklärt werden“, erfuhr die Automobilwoche aus dem Unternehmen. Auf dem Treffen sollte der endgültige Geschäftsplan für Opel abgesegnet werden.
Die Übernahmepläne geraten damit zu einem Zeitpunkt ins Stocken, an dem sich die Opel-Mutter General Motors wieder im Aufwind sieht und das Ende der Insolvenz bekannt gegeben hat.  Ohnehin hatte sich Magna zuletzt über die GM-Führung beklagt, bei den Verhandlungen über die Zukunft von Opel trete sie „hochnäsig“ auf und strapaziere die Geduld der Interessenten, hieß es aus dem Umfeld von Magna. Magna-Gründer Frank Stronach und sein Co-Chef Siegfried Wolf seien bei direkten Gesprächen mit der GM-Führung in Detroit auf wenig Kompromissbereitschaft gestoßen, hieß es weiter. Für den Zulieferer wird ein Einstieg in Rüsselsheim dadurch letztlich teurer und das Risiko höher. „An jedem Tag ohne Entscheidung wird Geld verbrannt“, warnte Wolf.

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