Mobile.de profitiert von der Autokrise

Zum einen kürzten die Autohändler die Budgets für Printanzeigen und investierten das gesparte Geld teilweise in Onlinemarketing bei Mobile.de. „Unsere Händler-Bannerschaltungen, die bislang eher ein kleiner Markt waren, boomen – wir haben noch nie so viele Händlerbanner verkauft wie im November“, sagte Schmid. Zugleich verzeichne Mobile.de auch einen deutlichen Zuwachs im Geschäft mit den Autoproduzenten. „Wir hatten noch nie so viele Herstellerkampagnen auf unserer Website wie im November. Wir reden hier nicht über zwei, sondern über 15 Kampagnen“, unterstrich Schmid im Automobilwoche-Interview. So habe etwa Opel für das neue Oberklassemodell Insignia ein Werbespezial bei Mobile.de gebucht. „Selbst Hersteller, die unter Druck sind und Einsparungen vornehmen, werben jetzt bei uns für ihre neuen Modelle.“

Zu Jahresbeginn waren rund 30.000 deutsche Autohändler bei Mobile.de registriert, derzeit seien es rund 33.000 professionelle Händler. „Damit haben wir es in einem schrumpfenden Markt geschafft, unsere Marktdurchdringung auf über 80 Prozent zu steigern“, sagte Schmid. Er hält eine Marktabdeckung von 90 Prozent für erreichbar. Die Autobörse verzeichne auch einen Zuwachs bei den Mitarbeitern: „In diesem Jahr haben wir das Personal netto um 15 Prozent aufgestockt und haben aktuell fünf offene Stellen.“ Die Muttergesellschaft von Mobile.de, Ebay, hatte aufgrund des schwachen Geschäftsjahres in Deutschland 100 ihrer 1.250 Stellen abgebaut.

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