Sawicki rechnet mit Gesundheitssystem ab

Ein effizienteres Gesundheitssystem stoße aber auf „wahnsinnige Widerstände“, bedauerte der Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, dessen Vertragsverlängerung von der schwarz-gelben Koalition abgelehnt wurde. „Niemand will es. Niemand von denen, die Macht im Gesundheitswesen haben, also vor allem Pharmaindustrie und Ärzte-Berufsverbände“, sagte Sawicki. Es gebe „kaum ein anderes Land auf der Welt, das alle Medikamente direkt nach der Zulassung erstattet – zu Preisen, die die Hersteller der Solidargemeinschaft diktieren. Wegen solcher teuren vorgeblichen Innovationen streiten wir bald darüber, welche notwendigen Behandlungen nicht mehr von der Krankenversicherung bezahlt werden“, sagte der Pharmakritiker. „Das ist ein Witz: Der medizinische Fortschritt verschlechtert die esundheitsversorgung.“
Die Opposition wirft der Bundesregierung vor, sich des Kritikers auf Druck der Pharmalobby zu ntledigen. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte dem Magazin, Sawicki habe seine „Aufgabe sehr gut gemacht“. Die Vorwürfe gegen ihn wegen angeblich falscher uittungen seien vorgeschoben: „Er ist gestürzt worden, weil die Industrie ihn nicht mochte.“ er Institutsleiter sei „schlicht und ergreifend abgeschossen worden“. er CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn nannte es dagegen einen „normalen Vorgang,
dass eine neue Bundesregierung darüber entscheidet, ob sie eine Position anders besetzt, enn eine Amtszeit ausläuft“. Auch sei die Arbeit des Instituts „nicht effizient“ gewesen.

 

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