„Integrierter Automobilkonzern“ vor 2011 denkbar

Allerdings sollte der Zusammenschluss nicht mit „der heißen Nadel“ gestrickt werden, denn bei der geplanten Fusion müsse die Qualität wie im Fahrzeugbau berücksichtigt werden.

„Porsche wird genau wie Volkswagen von dieser Zusammenarbeit profitieren“, unterstrich Osterloh. Arbeitsplätze seien nicht gefährdet „und ich gehe davon aus, dass unsere Kollegen an den Porsche-Standorten das auch wissen.“ Porsche könne seiner Ansicht nach nur dann erfolgreich bleiben, wenn das Unternehmen weiterhin über eigene Entwicklung, Produktion und Vertrieb verfüge. „Ebenso wie Audi wird Porsche auch einen eigenen Vorstand und Aufsichtsrat haben“, fügte Osterloh hinzu. Mit dem Passus „unter Führung von Volkswagen“ in der Grundlagenvereinbarung sei beispielsweise die Suche nach zusätzlichen Synergien gemeint. Dafür müsse es eine Dachgesellschaft geben. Der VW-Konzern verfüge heute schon über neun Marken: „Da muss man das Rad nicht immer neu erfinden, sondern kann die Innovationen von anderen für den eigenen Erfolg nutzen. Porsche kann sicherlich von uns profitieren. Aber auch wir können von Porsche lernen“, sagte der Chef der VW-Arbeitnehmervertretung.

Derzeit fahre VW noch Sonderschichten, da bei vielen Modellen der Auftragsbestand bis in das nächste Jahr reiche. Der Golf zähle auf den meisten Märkten zu den drei meistverkauften Autos: „Mit dem neuen Polo haben wir die besten Chancen, einen solchen Erfolg zu wiederholen.“ Nach Osterlohs Darstellung könnte sich das Flottengeschäft ebenfalls demnächst wieder positiv entwickeln, davon dürften dann auch die größeren Modelle erheblich profitieren. Daher sei Volkswagen nach dem Ende der Abwrackprämie gut gerüstet: „Wir gehen davon aus, dass wir nicht in ein tiefes Loch fallen werden.“

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